Katharina222222 - Bitte um Hilfe

  • Ich suche wirklich dringend nach Hilfe. Mein Mann war mit 15 Jahren Alkoholiker. Wir waren über elf Jahre zusammen, vier Kinder. Sehr viele Langzeittherapien und haben daher getrennt gewohnt. Er hatte immer wieder Rückfalle und war wochenlang unterwegs. Ich wusste er ist dann nicht erreichbar. Ein normaler Zustand. Diesesmal nicht. Ich habe ihn nach Wochen tot gefunden. Nicht schön. Laut Ärztin starb er an Magenblutung (hat man wegen dem ganzen Blut gesehen) und hatte dann einen Anfall ( hat man wegen dem Zungenbiss gesehen) . Die Kinder und ich haben sehr viele Fragezeichen. Bitte bitte bitte sagt mir was er davon mitbekommen hat? War es schmerzhaft für ihn? Wie lange hat der Tod gedauert. Ich möchte Ruhe haben und kann es nur wenn die Fragezeichen weg sind. Bitte bitte schreibt jemand der es weiß. Tausend Dank

  • Hallo Katharina,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Mein Beileid zu dem Verlust von Deinem Mann!

    Diese Frage können wir Dir nicht beantworten, ob er schnell oder nicht schnell gestorben ist. Wir sind keine Ärzte.

    Hast Du die Möglichkeit nochmal mit der Ärztin zu sprechen?

    Das würde ich tun, wenn es mir keine Ruhe lässt.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Es ist schrecklich, was Du, bzw. die Angehörigen durchmachen, Katharina.

    Aber gegen die Alkoholsucht kann sich nur der Alkoholiker selbst helfen, wenn er es wirklich will.

    Die Angehörigen stehen außen vor und können nichts, aber auch nichts aufhalten. Und leider geht es oft auch sehr tragisch aus, so wie bei Euch.

    Möchtest Du Dich im offenen Bereich mit den anderen Teilnehmern austauschen?

    Dann klicke den folgenden Link an und schreibe einen kurzen Satz:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Liebe Katharina,

    es tut mir sehr sehr leid was du erleben musstest. Ich fürchte das wird auch noch auf mich selbst zukommen. Du hast mein volles Mitgefühl.

    Ich war dabei als mein Mann einen (grand mal) Anfall hatte. Und kann dir immerhin sagen, dass er selbst absolut nichts! von dem Anfall mitbekommen hatte. Er war komplett bewusstlos, auch wenn es von Außen anders gewirkt hatte. Null Erinnerung. Er wurde erst wieder wach, als der Notarzt ihm ein Medikament gespritzt hatte.

    Dir alles Liebe, Jump! 🏵️

  • Guten Morgen Katharina,

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch und spreche Dir mein Beileid aus.

    VG

    Alex

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • guten morgen katharina und herzlich willkommen hier im forum. mein aufrichtiges beileid zu eurem verlust. alkoholismus ist eine schreckliche krankheit, ich realisiere das immer mehr. und auch eine wo man als angehörige absolut machtlos ist und einfach nichts tun kann. gut daß du hier her gefunden hast.

    alles liebe für dich und deine kinder

  • Hallo Katharina!

    Herzlich willkommen hier im Forum. Mein Beileid zu eurem Verlust. Ich kann gut nachempfinden wie du dich fühlst. Mein getrennt lebender Mann ist auch tot aufgefunden worden, über 7 Jahre ist es jetzt her. Er hat immer wieder Entzüge ohne ärztlichen Beistand gemacht und dabei kam es wohl zu einem Kreislaufzusammenbruch mit Todesfolge. Den genauen Zeitpunkt weiß ich auch nicht genau es können 4 Tage in Frage kommen in denen es passiert ist.

    Mir machte noch lange zu schaffen daß er keine Hilfe angenommen hat und alle guten Ratschläge in den Wind schlug. Ich mache mir aber keine Vorwürfe nicht genug getan zu haben, meine erwachsenen Kinder und ich haben alles Menschenmögliche versucht.

    Heute weiß ich daß Süchtige den Willen haben müssen aufzuhören und daß man als Angehöriger einfach machtlos ist :cry:

    LG Marie

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Katharina,

    Ich quäle mich mit genau den selben Fragen. Mein Bruder wurde vor 1 Woche in seiner Wohnung gefunden. Er war tot. Was mich quält ist nicht zu wissen ob er gelitten hat. Genau wie bei dir.

    Mein Bruder ist auch an inneren Blutungen gestorben. Ich habe im Internet gelesen, dass die Patienten bei soetwas einen Schock erleiden und ab da quasi nichts mehr mitbekommen. Angeblich tritt der Schock relativ schnell ein. Das möchte ich glauben und hoffe einfach dass das auch bei ihm so abgelaufen ist. Ich befürchte eine 100%ige Antwort werden wir darauf nicht erhalten.

    Sei stark, ich weiß wie schlecht es dir gerade geht. Mir geht es genauso. Ich bin mir aber sicher, dass es besser wird. Das Martyrium für ihn und uns hat ein Ende. Es kann nicht mehr schlimmer werden also geht es ab jetzt nur noch bergauf.

    Wünsche dir viel Kraft

    Schwesti

  • Liebe Katharina

    Auch von mir mein herzliches Beileid. Es muss schrecklich gewesen sein als du deinen Mann gefunden hast. Auch ich lebe mit dieser Angst, dass es bei meinem ExMann so enden wird. Seine Schwester befürchtet bereits seit Jahren diesen "einen Anruf". Die Angehörigen sind absolut machtlos.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft.

  • Es kann nicht mehr schlimmer werden also geht es ab jetzt nur noch bergauf.

    Das klingt in diesem Zusammenhang zwar fürchterlich, trifft den Nagel für den Moment aber auf den Kopf.

    Mein herzliches Beileid.

    Mir ging es ähnlich mit meinem Vater, Todeszeitpunkt unbekannt. Es steht nur der Sterbemonat auf dem Grabstein. Die akute Sorge war dann natürlich weg, die Fragen bleiben . Es hängt wesentlich vom Gemütszustand ab, ob man sich davon noch einfangen lässt und versucht Fragen zu beantworten, welche nie abschliessend zu beantworten sein werden.

    lG WW

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Auch ich lebe mit dieser Angst, dass es bei meinem ExMann so enden wird. Seine Schwester befürchtet bereits seit Jahren diesen "einen Anruf". Die Angehörigen sind absolut machtlos.

    Genauso geht es mir auch.

    Liebe Katharina, ich fühle mit Dir. Ich habe meinen xy jetzt schon 4 mal noch rechtzeitig gefunden und den Notarzt gerufen. Einmal hat er schwallartig Blut erbrochen und mich mit großen Augen angesehen. Ich hatte jedesmal das Gefühl, dass er nicht mitbekommt was mit ihm passiert. Durch den Blutverlust ist es wie ein betäubt sein. Hätte ich ihn nicht gefunden, wäre er einfach weggedämmert.

    Ich wünsche Dir, dass Du Deinen Frieden finden kannst. Alles Liebe

  • Hallo Katharina,

    mein herzliches Beileid.

    Ich wünsche dir, dass dir der Austausch hier hilft, besser mit der Situation umgehen zu können und nach vorne schauen zu können.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hallo Katharina,

    mein aufrichtiges Beileid.

    Bei mir ist es jetzt eineinhalb jahre her, das ich meine (zu dem Zeitpunkt schon Ex-) Frau beim Sterbeprozess begleitet habe.

    Bei ihr war es die letzten 3 tage so gewesen, dass ihr Körper mit Ammoniak dermassen überschwemmt war, dass sie nicht mehr zu Bewusstsein kam. die letzten stunden lag sie wie im koma und bekam von der umwelt definitiv nichts mehr mit. sie starb in einem krankenhauszimmer an multiorganversagen. wie es letztlich bei deinem mann war wird dir leider keiner sagen können :(

    auch wenn wir getrennt waren war die erste zeit sehr niederschmetternd, die trennung passierte nicht wegen fehlendem gefühl sondern wegen dem alk.

    was ich (für mich) sagen kann.... zeit hilft, dich mit der situation abzufinden.

    ich drücke die daumen das du für dich den richtigen hebel zum umgang mit der situation findest

    Liebe heilt keine Sucht

  • Hallo Katharina,

    herzliches Beileid auch noch von mir.

    Ich hoffe der Austausch hier, kann dir beim verarbeiten helfen .

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

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