Abstinenzler - Für mich gibt es nur einen Weg- Die Abstinenz

  • Oh man, mein letzter Eintrag klang irgendwie anders als der hier...


    Viel zu viele Dinge erledigt trotz Erkältung. Bis zur völligen Erschöpfung. Dann geht es mir immer sehr schlecht. Wieder Saufgedanken, Bock , Lust, Verlangen zu Saufen. Scheiß Saufgedanken ihr nervt mich so sehr. Schnauze halten. Wenn es mir schlecht geht, oh trink doch was dann gehts dir besser. Ja kurz, und danach 1 Woche viel, viel schlechter... Lese grad meinen letzten Eintrag und muss lachen. Ich werde mich jetzt ausruhen, mich verwöhnen.

    Gestern im Restaurant: Einer der besoffen aussah, ich immer wieder hingeglotzt. Platz mit meiner Frau getauscht. Dann sehe ich bei einem anderen ein riesiges Bier auf dem Tisch, immer wieder hingeglotzt.Schnauze voll, aufgegessen und abgehauen. Dann einkaufen, überall Alk, hingeguckt und weggeguckt. Das nervt.

    Bin abstinent geblieben, sehr gut. Nach dem Regen kommt die Sonne...

    Guten Morgen Abstinenzler,

    ja ruhe Dich aus und verwöhne Dich. Es wird alles besser mit der Zeit. Je weiter Du Deinem Ziel (Abstinenz) kommst und sich alles festigt, umso leichter wird es.

    Mir hilft es, mir die ganzen körperlichen und psychischen Verbesserungen vor Augen zu führen. Und die sind ja noch lange nicht abgeschlossen. Also glaube an Dich und bleib dran. Für ein "freies Leben".

    LG

    Bibi

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

  • Guten Morgen Abstinenzler,


    für mich liest es sich so, als wolltest du den „Kampf“ noch nicht so ganz hinter dir lassen bzw. glaubtest, du könntest ihn gewinnen?


    Nach deiner letzten Trinkphase schriebst du

    Noch mehr Orte meiden, Selbstfürsorge, wachsam bleiben, nicht wieder übermütig werden, Gruppe besuchen, Forum nutzen, Notfallkoffer packen, die Krankheit täglich im Auge behalten, gucken wann es mir wieder so gut geht das die Saufgedanken sich langsam wieder einschleichen und hier schreiben etc.

    Aber jetzt warst du im Restaurant?

    Hast du die einzelnen Punkte der Grundbausteine bei dir umgesetzt? Und die Punkte, die du selber genannt hast?

    Viele Grüße

    Thalia

  • Gestern im Restaurant: Einer der besoffen aussah, ich immer wieder hingeglotzt. Platz mit meiner Frau getauscht. Dann sehe ich bei einem anderen ein riesiges Bier auf dem Tisch, immer wieder hingeglotzt.Schnauze voll, aufgegessen und abgehauen. Dann einkaufen, überall Alk, hingeguckt und weggeguckt. Das nervt.

    Natürlich nervt das, aber mal ehrlich: Was hast du denn erwartet, wenn du dort hingehst?

    Für dich ist das immer noch ein nasses Umfeld. Erst nervt es, dann kommt der Gedanke ans Saufen. Das ist der alte Ablauf. Genau deshalb wäre es wichtig, sich Zeit zu lassen. Am Anfang, bis du stabil bist, bedeutet das natürlich auch mal Verzicht.

    Wenn dir jetzt in den Sinn kommt, dass du dich „nicht einsperren kannst“ und Alkohol ja ohnehin überall ist, dann ist das dein nasses Gedächtnis, dein Suchthirn, das da mit dir spricht nicht eine klare Entscheidung.

    Und eigentlich zeigt es nur eines. Du hast dir bisher keine echten Alternativen aufgebaut.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Denk mal darüber nach, in den nächsten Wochen bis nach Neujahr auf solche Restaurantbesuche und Veranstaltungen zu verzichten. Deine Denke ist noch schwer alkohollastig. Du scannst alles ab und spornst Dein Suchtgedächtnis förmlich an, Dich zu piesacken.


    Warum der Rat? Mein Eindruck von meinen Restaurantbesuchen ist, dass momentan dank Weihnachtsessen und -feiern die Lokale besondersgut ausgelastet sind und dort mehr als sonst getrunken wird. Mich lässt es nach all den Jahren kalt, ich bekomme es nur beiläufig mit, wenn wir ausgehen.

    Ein Neuling mit seiner alkoholfixierten Denke wird da ganz anders provoziert, siehe Dein Anstarren anderer Personen, die etwas trinken.

    Setz andere Prioritäten: Deine Abstinenz an erste Stelle und die ist auch nicht verhandelbar. Alles andere gibt sich dann mit der Zeit. Und genau die benötigt das Reifen der Abstinenz und Du wärst gut beraten, sie auch Dir zuzugestehen.

  • Am Anfang, bis du stabil bist, bedeutet das natürlich auch mal Verzicht

    Auch mal verzicht? Ich verzichte nur noch. Ich bin weder in der Stadt, noch einkaufen, keine Sauna, Restaurant sollte ich auch nicht mehr gehen...?! Keine Veranstaltungen, nichts...

    Wenn dir jetzt in den Sinn kommt, dass du dich „nicht einsperren kannst“ und Alkohol ja ohnehin überall ist, dann ist das dein nasses Gedächtnis, dein Suchthirn, das da mit dir spricht nicht eine klare Entscheidung.

    Und eigentlich zeigt es nur eines. Du hast dir bisher keine echten Alternativen aufgebaut.

    Ich kann mich einsperren aber für wie lange? Welche Alternativen? Nur noch zuhause essen? Keine Sauna sondern was? Keine Veranstaltungen sondern was? Nicht mehr in die Stadt Kaffee trinken?

    Heute trinke ich nicht

  • Hallo Abstinenzler,

    Ja, war ich. Sollte ich das nicht bzw wann kann ich ins Restaurant? Nach 3 Monaten, nach 6? Das verwirrt mich.

    Was verwirrt dich daran?
    Wem stellst du deine Fragen?

    Nur du kannst doch entscheiden, wieviel Wichtigkeit du deiner Abstinenz einräumst.

    Du kannst auch immer weiter kämpfen, so wie bisher.

    Das ist komplett deine Entscheidung und deine Verantwortung.

    Viele Grüße

    Thalia

  • Ja, besser ist das wohl.

    Mittlerweile 3 Wochen trocken und die Anfangseuphorie ist weg... Jetzt irgendwie nur noch am funktionieren... so eine Art durchhänger, nur noch am machen, machen... Motivationstief, verzicht, kein Bock mehr, Reifen wechseln, renovieren, Sachen erledigen., Haushalt, Hund, Büro.Immer der gleiche Ablauf. Funktionieren, erledigen, schlafen. Funktionieren, erledigen, schlafen... Keine Alkohol Dopaminflut im Kopf, kein feiern und die Sau raus lassen- nur ein heißes Bad. Der körperliche Entzug ist vorbei, jetzt kommt die Psyche, oh man

    Heute trinke ich nicht

  • Lies doch mal in Ruhe Deinen Faden von vorn bis hinten durch (ergänzt mit: :!::!:)

    Genau mein Gedanke. Am besten mehrmals. Es steht alles drin, was gegenwärtig wichtig ist.

    Einfach in Ruhe durchdenken - Plus die Grundbausteine. Und dann tun.

    MAXIMALER Abstand vom Alk, kompromisslos, radikal.

    Wie lange? Bis dieses Gedankenkarussell im eigenen Schädel aufgehört hat; und dann noch eine Weile länger zur Sicherheit!

    Kein Kampf, sondern Akzeptanz, dass du diesen Kampf mit keiner Waffe gewinnen kannst.
    Stattdessen abwenden, loslassen - Abstand halten. Die entstehende Lücke sinnvoll füllen. Ja, und dies alles auch mit vollem Willen.


    Bereits bei der Vorstellung stach mir der Nutzername "Abstinenzler" ins Auge: er suggeriert etwas, was noch nicht den Tatsachen entspricht (im Sinne: trocken im Oberstübchen).

  • Erstmal Hut ab, dass du dich mitteilst. Andere würden sich einfach zurückziehen, ein bisschen schmollen und alles hier für Unsinn halten, was geschrieben wird.

    Um es mal deutlich zu sagen: Selbst wenn du jeden Tag im Biergarten sitzt jedes Saufgelage beobachtest, Vorwürfe machst oder Verzicht empfindest, bleibt es dein Leben. Das hat nichts mit uns zu tun. Wir hier sind, zumindest die meisten, schon seit Jahren trocken.

    Auch mal verzicht? Ich verzichte nur noch. Ich bin weder in der Stadt, noch einkaufen, keine Sauna, Restaurant sollte ich auch nicht mehr gehen...?! Keine Veranstaltungen, nichts...

    Und

    Nur noch zuhause essen? Keine Sauna sondern was? Keine Veranstaltungen sondern was? Nicht mehr in die Stadt Kaffee trinken?

    Du bist Alkoholiker, nicht das Restaurant, die Sauna oder Veranstaltung. Übrigens, bei mir um die Ecke gibt es eine Sauna im Fitnessstudio, und dort wird nicht gesoffen. ;)

    Die Frage ist einfach. Weiter saufen wie damals und nichts mitbekommen, oder aufhören zu jammern und aktiv nach Alternativen suchen nicht am Alten festhalten, sondern etwas Neues finden.

    Aber ich hatte damals dieselben nassen Gedanken, setzte mich hin und machte einen Plan. Hobbys, Veranstaltungen, Alternativen ohne Alkohol. Ich zog das ein Jahr lang durch, und vieles veränderte sich. Mein erstes Jahr war nicht perfekt, aber klar: Wenn ich nichts ändere, saufe ich wieder.

    Nach dem ersten Jahr war vieles anders , das ist jetzt rund 18 Jahre her. Ich bin nicht verkrustet, nicht vereinsamt, kein Außenseiter. Heute kann ich mehr machen, weil ich nicht besoffen herumliege.

    Ein Verzichtsgefühl bleibt, solange ich auf Konfrontation setze. Es löst sich erst, wenn mein Sucht­hirn begreift, dass es Alternativen gibt.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Einsperren klingt schlimm, im Grunde schützt du doch deine neue Abstinenz und die ist manchmal anfangs noch ziemlich zerbrechlich. Auf Verzicht folgt sonst Trotz und Rebellion und das wären doofe Konsequenzen. Ich hab zu Beginn auch auf fast alles verzichtet, was mir gefährlich werden konnte und das war dummerweise alles und überall. Ich hab überall getrunken, am meisten zuhause und umziehen konnte ich beim besten Willen nicht. Nach dem ersten Jahr, nachdem ich mit allen Festivitäten usw. einmal durch war, war ich immer noch nicht vor allem gefeit, weil ich manche Situationen gar nicht einplanen konnte. Auch manche Gefühle nicht, die überraschend hochkamen. Da kam dann mein Mindset zum Tragen. Das sich aber eben erst entwickeln und festigen musste. Jahrelang hab ich durch meine Sauferei so viel wichtiges verpasst. Mich gab es gar nicht mehr wirklich. Da war dieses "Verzichten" zu Beginn meiner Abstinenz ein Witz dagegen. Also, nicht "durchhalten", sondern froh darüber sein, war meine Devise. Vielleicht hilft's.

    Lieber Gruß,

    Hera

  • Erstmal Hut ab, dass du dich mitteilst. Andere würden sich einfach zurückziehen, ein bisschen schmollen und alles hier für Unsinn halten, was geschrieben wird.

    Danke, war auch nicht leicht. War mir peinlich, war wütend, hatte die Schnauze voll. Die Kommentare muss man auch erst mal sacken lassen. Habe mich wieder beruhigt. Ganz schönes auf und ab. Morgens Schnauze voll, Saufgedanken, völlige Unzufriedenheit. Abends wieder beruhigt und wieder o.k.

    Ja normalerweise gleich zusaufen bis kein schlechtes bzw. irgendein Gefühl mehr da ist.

    Heute trinke ich nicht

  • Ein auf und ab der Gefühle,oh man, leicht ist es nicht. Zu Rewe oder Tanke fahren ist wohl der leichte Weg. Ein Kampf ist das nicht? Was ist es dann?

    Heute trocken, keine ekligen Alkoholfolgen, passt.

    Schönen Abend euch!!

    Heute trinke ich nicht

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