Meine Überlegung in der Anfangszeit war, dass in Essen und Medikamenten zu wenig drin ist, als dass ich es merke.
Und dann hab ich mich gefragt, ob ich eine Hintertür suche, wieder anzufangen, und ob ich das Gefühl hatte, dass mich das gefährdet. Wenn ich mir selbst das mit "NEIN" beantworten konnte, habe ich mich sicher gefühlt.
Ich wusste nach dem aufhören immer sehr genau, dass ich nicht trinken will und dass ich das auch nicht mehr brauche.
Vor einem plötzlichen Saufdruckanfall hatte ich nie wirklich Angst, denn dann könnte ich immer noch anders handeln, schätze ich. Wegen den zwei Mal Saufdruck am Anfang habe ich ja auch nicht getrunken. Also für mich ging Druck nicht zwangsläufig Richtung Rückfall, wenn die innere Einstellung noch passt.
Minimalmengen, die meinetwegen einem zwanzigstel Bier oder weniger entsprechen, und die ich mir ausrechnen kann, sind mir wurscht, wenn es keine gute Alternative gibt. Druck hatte ich deswegen noch nie. Und ich bin ja auch kein Anfänger und spreche aus Erfahrung.
Fragen an einen Alkoholiker
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hm, also meine ärzte wissen alle das ich alkoholikerin bin und das sie mir nichts zu verschreiben haben was alkohol enthält. wenn ich in der apotheke etwas rezeptfreies kaufe sage ich ausdrücklich eine alkoholfreie version bitte.
ich muß nicht erklären warum ich das nicht will, mein gegenüber hat meinen wunsch kommentarlos zu akzeptieren. und in einem restaurant erkläre ich auch nicht warum ich bestimmte dinge nicht im essen haben will. ich erkläre dem kellner ja auch nicht das ich keine gekochten zwiebeln mag, warum sollte ich ihm also erklären warum ich keine weinsoße haben will?
und ich habe auch kein problem damit nachzufragen ob in dem "hausgemachten dressing" alkohol ist. warum? geht doch keinen was an. bin ich allergisch?, moslem? oder was auch immer. ich will das nicht und ende.
macht euch doch nicht soooo einen kopf darum was andere sich da evtl zurecht spinnen, die denken immer das was für sie das naheliegenste ist, wenn sie selbst eine krankheit haben wird das für sie die lösung sein, wenn sie aus religiösen gründen auch abstinent sind ist das ihre lösung. falls sie sich überhaupt so eine frage stellen, was ich wiederum nicht glaube. sie denken sicher auch nicht darüber nach warum jemand keine zwiebeln möchte.
da stellt uns ganz oft unser eigenes kopfkino ein bein, das hängt uns den zettel mit der aufschrift "alkoholiker" um hals. ein mensche der damit nichts am hut hat kommt auf den trichter doch als letztes. ergo. ich frage nach. der rest ist nicht mein problem.
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Minimalmengen, die meinetwegen einem zwanzigstel Bier oder weniger entsprechen, und die ich mir ausrechnen kann, sind mir wurscht, wenn es keine gute Alternative gibt.
Woran denkst Du da zum Beispiel? Senf? Essig? Sauerkraut?
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Z.B.
Ich muss aber auch wegen meiner Spastik gegen die Krämpfe ein Spray nehmen, das es nur als Ethanollösung gibt.
Entspricht einem Drittel eines sogenannt alkoholfreien Biers täglich.
Und ich habe lieber keine Krämpfe.
Das hat ja alles mit dem, wie und wieviel ich getrunken habe und den daraus resultierenden Problemen überhaupt nichts zu tun. -
Hallo zusammen,
bei aller Unterschiedlichkeit unserer Erfahrungen sollten wir eines nicht vergessen. Was bei einem seit vielen Jahren trockenen Alkoholiker funktioniert, muss bei einem anderen noch lange nicht funktionieren.
Wenn ich an meine eigene Anfangszeit zurückdenke, wäre es für mich überhaupt nicht hilfreich gewesen, von langjährig Trockenen zu lesen, dass ihnen bestimmte Mengen Alkohol nichts ausmachen.

Ich war damals damit beschäftigt, überhaupt erst einmal stabil trocken zu werden. Da brauchte ich keine Überlegungen darüber, wie viel Alkohol vielleicht noch geht, sondern eine klare Grenze. Keinen Alkohol.
Wir brauchen hier keine Helden, die beweisen, was bei ihnen alles funktioniert. Auch wenn ihre Erfahrungen durchaus stimmen. Ich gehöre zu der Fraktion, für die eine bewusste Entscheidung, wieder Alkohol zu konsumieren, bereits ein Rückfall ist. Dafür muss ich nicht erst besoffen unter dem Tisch liegen.
Versehentlich etwas Alkoholhaltiges gegessen zu haben oder ein medizinisch notwendiges Medikament einzunehmen, ist eine andere Geschichte. Aber warum sollte ich freiwillig ausprobieren, was vielleicht noch geht?
Aus einem „Bei mir ist bisher nichts passiert“ wird beim nächsten schnell ein „Dann kann ich das ja auch“.
Und genau solche Hintertürchen muss ich meinem Saufhirn nicht auch noch öffnen.
Das soll kein Maulkorb für persönliche Erfahrungen sein, sondern lediglich ein Hinweis darauf, dass unsere Erfahrungen nicht automatisch auf andere übertragbar sind. Gerade nicht auf diejenigen, die erst anfangen, trocken zu werden.
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Darf ich euch was fragen: würde für jemanden von euch, die es geschafft haben, alkoholfreies Bier in Frage kommen oder wäre das ein viel zu hohes Risiko? Ich frage aus persönlichem Interesse, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass das geht. Mir wird aber immer gesagt, dass ich einen Vogel hab, weil ich nicht mal alkoholfreies Bier toleriere.. Das interessiert mich wirklich schon länger...Danke!
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Nein, auf keinen Fall würde ich alkoholfreies Bier oder andere Ersatzgetränke zu mir nehmen. Mir ist das Risiko eines Rückfalls viel zu hoch. Dafür ist mir meine Abstinenz viel zu wichtig.
Warum auch, es gibt so viele Getränke, die gut tun und gut schmecken.
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Ich trinke auch im Rahmen meiner Risikominimierung kein alkoholfreies Getränk.
Alles daran erinnert an Alkohol: die Flaschenform, das Aussehen, der Geruch, der Geschmack.
Ich habe keine Lust, mein Suchtgedächtnis zu wecken.Und warum soll ich das trinken? Ich kann auch mit Saft oder Schorle anstoßen, ohne dass mir da irgendwas fehlt.
LG
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würde für jemanden von euch, die es geschafft haben, alkoholfreies Bier in Frage kommen oder wäre das ein viel zu hohes Risiko?
Für mich auf keinen Fall. Das ist ein Trigger schlechthin, da passt alles, Optik, Geruch und Geschmack. Das Suchthirn freut sich und steht schon in den Startlöchern und dann passiert das eigentlich Fatale, ich trinke es und nichts passiert, weil der Alkohol fehlt. Dann kann es mir passieren, dass das Suchthirn erst recht am Rad dreht und alle Register zieht.
Warum soll ich mich diesem Risiko aussetzen. Und ich muss mich auch fragen, warum ich unbedingt Allkoholfreies trinken will.
Stehe ich nicht zu meiner Abstinenz, will ich sie verbergen und so tun als ob alles normal ist und ich dazu gehöre, denn geschmeckt haben mir diese Alkoholfreien nie. -
Darf ich euch was fragen: würde für jemanden von euch, die es geschafft haben, alkoholfreies Bier in Frage kommen oder wäre das ein viel zu hohes Risiko?
Hallo zusammen,
für mich kommt alkoholfreies Bier nicht infrage. Auch nicht mit 0,0 %. Es sieht aus wie Bier, riecht wie Bier und schmeckt nach Bier. Warum sollte ich das als Alkoholiker trinken? Wegen des Geschmacks? Sicherlich nicht. Weil ich dazugehören will, nicht auffallen möchte oder mich mit einem Wasser in der Hand als Außenseiter fühle?
Neee, die Gründe erschließen sich mir nicht.
Was mich an Alkohol erinnert, lasse ich weg. Ich brauche keine Ersatzgetränke, die meinem Saufhirn vorgaukeln, es wäre wieder beim alten Vergnügen.Für mich kann alkoholfreies Bier auch eine gefährliche Hintertür sein. Erst das Alkoholfreie, dann vielleicht doch ein leichtes Bier, und irgendwann ist die Kanne wieder voll. Muss nicht so kommen, aber warum sollte ich es ausprobieren?
Und noch etwas, ich habe mich auch gerade auch erwischt

. Der Thread heißt „Fragen an einen Alkoholiker“ und war ursprünglich dafür gedacht, dass Angehörige und andere Betroffene uns Alkoholikern Fragen stellen können.
Inzwischen diskutieren wir Alkoholiker hier wieder hauptsächlich untereinander. Für unseren eigenen Erfahrungsaustausch haben wir doch genügend andere Bereiche im Forum.
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Denn fürs Stehenlassen, wenn es dann nach Alkohol riecht, wie Stern es praktiziert, sind mir die Gerichte in Restaurants einfach zu teuer.
Es gibt ja so typische Gerichte, wo in Gaststätten gern mit Alkohol gekocht wird. Die bestelle ich gar nicht erst, auch nicht, wenn da Nix von Alkohol steht.
Ich kann mich nicht erinnern, mal was auf den Teller bekommen zu haben oder mir am Buffet geholt zu haben, wo ich auch nur ansatzweise Bedenken gehabt hätte, dass da Alkohol drin sein könnte.
Aber du hast Recht, Kira , in der Gaststätte ist ein Essen zu teuer, um es stehen zu lassen. Vielleicht würde ich dem Kellner dann den zarten Hinweis geben, dass in dieses Gericht aber sowas von gar kein Alkohol reingehört und vielleicht würde ich was anderes bekommen.
Wenn ich ein Dessert essen möchte, ist das immer der gleiche Eisbecher.
Ich experimentiere nicht mit Kuchen außer Haus.
Schwieger finde ich es, wenn denn jemand gern auf Fertigprodukte zurückgreift. Da wird ja tatsächlich sehr viel mit Alkohol gearbeitet.
Selbst kochen und backen …. und dann weiß ich genau, was ich zu mir nehme …. und viel besser schmeckt es auch noch…. 😉Alkohol in Essen hat mich noch nie getriggert, und Saufdruck verspüre ich sowieso nicht. Ich erinner' mich daran, dass ich mal getrunken habe, ja, klar, aber das erzeugt keinen Druck. Wieso auch.
Das finde ich ja mal eine ziemlich optimistische Aussage …. Oder schwingt da sowas wie Größenwahn mit?
Was mich noch noch nie getriggert, hat mich noch nie getriggert. Bisher. Das heißt ja aber nicht, dass das für immer so bleiben wird. Ich bleibe Alkoholiker und mein Hirn hat sich nun mal verändert.
Ich verspüre auch keinen Saufdruck ….dass ich den sowieso nicht verspüre würde ich so nie formulieren. Wäre ja schön, wenn es diese Garantie geben würde. Gibt es aber nicht.Schön, dass du dich daran erinnerst, dass du mal getrunken hast, °Avalon° .
Ich wünsche dir, dass du das nie vergisst. -
hm, ich frage dann gerne die leute, die mir unbedingt ein bier aufnötigen wollen ob sie sich kein anderes alibi für ihr saufgelage aussuchen können. und rums is ruhe, weil ertappt. ich glaube nicht das ein mensch der kein alkoholproblem hat versucht auf krampf einem anderen sowas aufzuschwatzen. die frage, "gar nichts mehr, auch nicht alkoholfrei?? " kommt schon mal von menschen die keine ahnung haben es aber halt wissen wollen. und dann gibt es auch eine vernünftige erklärung. wer aber mit nem bier in der hand rumnervt bekommt die oben. kommt immer auf die situation und den frager an.
und ich esse nicht einmal kuchen mit rumaroma. alles, ausnahmslos alles was ich mit saufen verknüpfe ist für mich tabu. damit ist nicht der senf und auch nicht der essig gemeint. das hat für mich absolut nix mit alk zu tun, aber alles was so riecht, schmeckt aussieht ist kein thema. und da gibt es auch kein bißchen oder etwas, nein is nein. und nix is nix.
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Diejenigen, die mir ständig - auch nach dem 20. ‚nein auch keinen alkoholfreien Sekt‘ alkoholfreie Alternativen aufdrängen wollen, haben tatsächlich meist selbst ein Alkoholproblem. Dann kommt sozialer Druck wie ‚den hab ich doch extra für dich gekauft- der ist sogar teurer als der mit!‘.
Das Zeug schmeckt mir nicht und ist auch die falsche Botschaft. Ich trinke nicht mehr und ich tue auch nicht so als ob.
Für die Einstellung hab ich aber auch ne Weile gebraucht. Am Anfang hab ich noch alkoholfreies Bier getrunken- und merke echt eine weitere Entwicklung ohne!
Dieses Kaschieren Richtung ‚Ich gehöre noch dazu‘ ist grundverkehrt. Zu den Menschen, die sich betrinken gehöre ich nicht mehr und bums. -
Diejenigen, die mir ständig - auch nach dem 20. ‚nein auch keinen alkoholfreien Sekt‘ alkoholfreie Alternativen aufdrängen wollen, haben tatsächlich meist selbst ein Alkoholproblem.
Ich weiß ja nicht, mit was für Typen sich Blume umgibt, mir drängt keiner gleich mehrfach Alkohol oder einen Ersatzstoff auf. Nein heißt nein, da gibt's bei mir auch keine Nachfragen. Aber nach so vielen Jahren bin ich halt jetzt derjenige, der nie etwas trinkt.
Im Übrigen stimme ich zu, diejenigen, die erpicht darauf sind, mit einem zu trinken, haben selbst ein Problem mit dem Stoff und sei es, dass sie einfach nur zu regelmäßig und zu viel trinken.
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Danke für eure Antworten zum alkoholfreien Bier! Ich bin ja Angehörige und war sehr skeptisch als mein Noch-Mann (bis morgen noch
) mir einreden wollte, dass er aufgehört hat zu trinken und nun nur noch alkoholfrei trinkt. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich das nicht für sinnvoll erachte.. Ich hatte recht, er trinkt nun wieder Normales. Ich hatte das nur heute am Teller, dass ich das größere Problem habe, weil ich sogar was gegen alkoholfrei habe. Deshalb hat mich eure Meinung dazu interessiert. Aber ab morgen ist es ohnehin nicht mehr meine Baustelle... Liebe Grüße und Respekt an euch alle!! Ich wünschte mein Mann wäre auch an den Punkt gekommen.. aber jeder ist seines Glückes Schmied! -
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