Becko00 - Meine Vorstellung und warum ich hier bin

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • nun Becko00 , es mag das es aus deiner Sicht aus kein Problem ist, aber es kann eines werden.


    Wir empfehlen erstmal sich von trinkenden Menschen so weit wie möglich eine Zeit lang fernzuhalten. Auch wenn du da früher Nein gesagt hast und eventuell es auch dort kannst, nimmst du die Eindrücke mit nach Hause. Zumindest, wenn dein Schwager in deinem Beisein sauft und anscheinend selbst ein massives Problem hat.


    Weiß deine Schwester, dass du jetzt nichts mehr trinkst, dass du Alkoholiker bist? Weiß sie, wenn neben dir gesoffen wird, es dir Probleme bereiten kann?

    Das weiß sie noch nicht. Das WE wollte ich dazu nutzen. Nun, das sind in der Tat wichtige Punkte. Ich werde das Treffen dann auf andere Örtlichkeiten verlegen und meinen Schwager rufe ich nur an. Ich werde dann bei meinen Eltern nächtigen - da bin ich sicher.


    Danke!

  • Ich kam sogar in Situationen wo ich Bier abgelehnt habe und ich fühlte mich dabei gut. Familie ist informiert.

    Am Anfang ist man sowieso extra motiviert, da fällt es noch verhältnismäßig leicht, einfach mal nein zu sagen. Aber grundsätzlich solltest Du dafür sorgen, daß Du gar nicht erst in solche Situationen kommst. Geh mal für ein paar Monate dem Alkohol konsequent aus dem Weg, die Zeit solltest Du Dir nehmen. Nüchternheit ist Prio 1, ohne sie ist alles nichts.

  • Dieses Wochenende war deutlich schlechter als die davor. Ist das normal, dass es nicht linear besser wird? Ich habe oft an Alkohol gedacht - hatte Bierdurst vom feinsten. Beim Kochen war ich nervös, hektisch. "Etwas" hat mir gefehlt....


    Bin erstmal froh, dass das WE endlich vorbei ist und die Arbeit beginnt....oh man

  • Guten Morgen Becko!


    Es ist doch trotzdem sehr gut, dass Du der Suchtstimme nicht nachgegeben hast.


    Du stehst ganz am Anfang und bist gerade ein "paar Tage" abstinent. Rufe Dir

    immer in Erinnerung, wie lange Du vorher zum Alkohol gegriffen hast.


    Der Körper und die Seele brauchen eine Weile, bis sie sich umgestellt haben.


    Neue Gewohnheiten brauchen ihre Zeit. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.


    Am besten ist, wenn man sich an solchen Tagen ablenkt und etwas ganz Neues tut.


    Hier nochmal zur Erinnerung:


    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Ist das normal, dass es nicht linear besser wird

    Also meine Gedanken und Gefühle laufen grundsätzlich nicht linear ab.


    Mal geht es rauf, und mal runter. Wichtig ist, grundsätzlich in beiden fällen nicht zum Alkohol zugreifen.


    Wie Elli schreibt, ist viel Gewohnheit dabei. Man hat es ja jahrelang gemacht. Gewohnheiten können sich ändern.

    Im linearen Durchschnitt, wird es einfacher werden.

  • Haĺlo Becko00,

    mir ging es wohl ähnlich in den ersten Wochen, hin und wieder schlich sich er Gedanke ans Trinken ein.

    Ich fragte mich dann immer: Was ändere ich, wenn ich jetzt wieder trinke?

    Mittlerweile verspüre ich kein Verlangen mehr nach Alk. , die Frage stelle ich mir aber öfter.

    Bis heute habe ich keine Antwort gefunden, jedenfalls keine positive.

  • Ist das normal, dass es nicht linear besser wird? Ich habe oft an Alkohol gedacht - hatte Bierdurst vom feinsten. Beim Kochen war ich nervös, hektisch. "Etwas" hat mir gefehlt....

    Du hattest einen ordentlichen Suchtdruck, da mussten wir (fast) alle mal durch. Das gehört zum Aussteigen einfach dazu.


    Anfangs werden viele Aspiranten durch eine Woge der Euphorie getragen. Aber auch die läuft mal aus und dann ist ein Wellental angesagt. Setz Dich nicht unter Druck. ich behaupte nach über 7 1/2 Jahren mal, dass eine gewisse Grundfestigung erst nach ca. 1 Jahr eintritt. In den ersten Jahren kommt es häufiger noch zu Suchtdruck. Aber Du hast ja gelernt, dass dieser nicht ewig dauert und durchaus zu überstehen ist. Beim nächsten Mal fällt es Dir leichter.


    Leg Dir mal eine Strategie zurecht. Schau mal hier rein: Strategien gegen Suchtdruck


    Grund für Deinen Druck ist Dein Suchtgedächtnis, dass sich leider als solches nicht deinstallieren lässt. Es funktioniert ähnlich einer Software, die jetzt von der Software Abstinenz überlagert ist, jedoch ab- und an zu zicken beginnt.


    Mir ist der Druck in den ersten Jahren häufig begegnet, insbesondere als ich in Situationen kam, in denen ich früher getrunken habe. Mal wurde ich vom Suchtgedanken fein umschmeichelt, mal drückte es brutal auf mich ein. Meistens war jedoch "feine" Variante im Anmarsch. Nach ein paar Malen hatte ich mich eingestellt, und den aufgekommenen Suchtgedanken innerlich begrüßt und mir selbst gesagt: "Ach, Dich gibt es auch noch. Du hast keine Chance, also troll Dich lieber." Dazu entweder einen Ortswechsel durchgeführt oder irgend etwas begonnen, was mir Freude machte.


    Jetzt habe ich schon mehrere Jahre keinen Druck mehr gehabt, ich weiß jedoch, dass er jederzeit aufkreuzen kann. Da bin ich hoffentlich gewappnet.

  • Moin, wichtig ist meiner Meinung nach, dass sich bei aller Anfangseuphorie, nicht der Gedanke einschleicht, dass du es ja nun bewiesen hast, dass du paar Wochen ohne Alk auskommen kannst und so ein kleiner Schluck zur Belohnung ja nun nicht mehr schaden kann. So nach dem Motto: Geht doch.


    Wenn es geht - und ich weiß, dass es geht - vermeide Situationen wie zum Beispiel das Kochen, in/bei denen du früher gesoffen hast. Da muss eben mal jemand anders kochen oder der Pizza Dienst ran (zum Beispiel).


    Ansonsten, schönen Tag noch und halte durch, es lohnt sich.

  • Am Anfang meiner Abstinenz war es für mich auch ein wahrer Kampf ... durchhalten!

    Nachdem die erste Euphorie sich gelegt hatte, so nach 3... 5 Wochen Trockenheit, kamen auch bei mir erste Zweifel (?), Unsicherheiten ... Saufdruckgefühle. Stoisch kämpfte ich gegen diese Momente an, es waren immer nur ein paar Minuten, doch sie waren nicht zu ignorieren. Zum Glück bewahrheiteten sich die Erfahrungen der Anderen, der Saufdurck kam immer seltener und wurde immer schwächer und ich stärker.

    Ich glaubte an mich, das gab mir die Kraft. Glaube kann Berge versetzen.

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