*Rina* - Auf geht‘s

  • Hallo Zusammen,

    Mein erstes trockenes Jahr ist gemeistert. Ab jetzt erlebe ich alle Alltagssituationen, die so ein Jahr zu bieten hat zum zweiten Mal. Ich bin total stolz und hätte nie gedacht, das die Abstinenz mein Weg ist. Eigentlich dachte ich ein Leben macht ohne Alkohol keinen Sinn. Was als 100 tägige Trinkpause gedacht war, hat sich verselbständigt und zu einem kompletten Wandel meines Lebensstils geführt. So oft spüre ich Freude, weil ich nicht mehr trinke. Top!

    Das Forum hat mich sehr bestärkt, durch das Lesen habe ich viel verstanden und gelernt. Am Anfang habe ich noch Alkohol freies Bier getrunken. Jetzt eigentlich nur Wasser und Tee. Mein Keller ist alkoholfrei geworden. Ich bin Sylvester zuHause geblieben. Vielen Dank für Eure Tipps und Ratschläge. Besonders die Geschichten im Co-Bereich haben dazu beigetragen, dass ich Alkohol nicht mehr als harmloses gute Laune Party Getränk sehe, sondern dass immer der komplette persönliche Absturz, psychisch wie physisch im Raum steht.
    Von daher bin ich total froh noch rechtzeitig die Reißleine gezogen zu haben.
    Ich bin guter Ding und so langsam fange ich an mich trocken zu fühlen und nicht nur nüchtern.

    Zur Belohnung habe ich einen Mixer gekauft. Mein erster Smoothie ‚Zimtstern‘ war zum Niederknien, mein Humus schön fluffig und lecker. Leider kann ich nicht soviel essen und trinken, wie ich mixen möchte. :)

    Liebe Grüße und vielen Dank

    Rina

  • Meinen Glückwunsch zum 1. trockenen Jahr, Rina!

    💐

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Was als 100 tägige Trinkpause gedacht war, hat sich verselbständigt und zu einem kompletten Wandel meines Lebensstils geführt.

    Bei mir waren es sechs Wochen, die ich geplant hatte. Aber mit jedem Tag nüchtern hat sich mein Denken und mein Leben verändert.

    Und ich "musste" ja was ändern. Die Gedanken und Gefühle waren da.

    Und schon ist es ein Jahr bei Dir. :thumbup: Ich fand es auch sehr beruhigend, zu wissen, dass jetzt alles schon mal vorgekommen ist, was in einem Jahr so ansteht.

    Bei mir kam es nach 1 1/2 Jahren mal, wie aus dem Nichts. Hab reagiert, wie ich es hier gelernt habe. Nach einer viertel Stunde war es vorbei, als wäre nie etwas gewesen.

    Also immer schön achtsam bleiben ist angesagt.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hallo Zusammen,

    Vielen Dank für Eure motivierenden Worte! Das tut gut!

    @Alex : Ich weiß das Suchtmonster wartet nur auf seine Chance, um mich wieder an den Haken zu bekommen. Ich hatte auch Glück, denn das war ein einfaches Lebensjahr, keine großartigen Herausforderungen und keine Lebenskrisen. Momentan sehe ich mich gar nicht gefährdet, ich bin voll auf dem Gesundheitstrip. Kein Alkohol, keine Zigaretten, kein Zucker, keine industriellen Lebensmittel und neu kein Kaffee. Mein Körper möchte eindeutig nicht länger vergiftet werden.
    Letzte Woche habe ich eine Haferkur gemacht, damit war ich gedanklich so beschäftigt, so das ich drei Tage gar nicht an Alkohol gedacht habe, selbst ins Forum zu schauen, habe ich vergessen. Das waren die ersten Tage ganz ohne Alkoholgedanken.
    Also schön achtsam bleiben und neues Rüstzeug sammeln um für neue Herausforderungen gewappnet zu sein.

    Schönen Sonntag und liebe Grüße

    Rina

  • Guten Morgen Zusammen,

    ich möchte mich mal wieder melden und berichten, wie es läuft. Gut!
    Mein Gesundheitstrip hat sich etwas abgeflacht. Ich trinke einfach zu gerne Kaffee. Mein Zuckerkonsum ist aber immer noch stark eingeschränkt. Bei industriell angefertigten Lebensmitteln bin ich noch voll am Ball. ich hoffe meine Ärztin ist in einem Monat von meinen Blutwerten begeistert. :) Gestern war ich bei einem Osterfeuer und das ‚kein Alkohol trinken‘ hat sich normal angefühlt. Nach drei Stunden sind wir nach Hause gegangen mit dem Bewusstsein, dass der heutige Tag kein Reinfall wird. Heute genieße ich es sehr nicht verkatert zu sein.;)

    Ich wünsche Euch ein schöner Restostern.

    Liebe Grüße Rina

  • Hallo Zusammen,

    es läuft gut! Wahrscheinlich zu gut und meine Aufmerksamkeit schwindet. Ich habe letzte Woche Hustensaft getrunken und habe mich vorher nicht vergewissert, ob er alkfrei ist. Nach dem halben Fläschchen habe ich das erst registriert und dann habe ich mich gescheut nachzugucken. Frei nach dem Motto ‚Jetzt ist es doch auch egal und ich bin doch sooooo krank‘. Dann dachte ich, wenn ich vorsätzlich weiterhin den Hustensaft trinke und billigend im Kauf nehme, dass da vielleicht Alkohol drin ist, dann ist das ein Rückfall und kein Versehen. Ich brauchte wirklich bestimmt eine Stunde um mich durchzuringen nachzuschauen. Der Hustensaft war alkfrei, was für eine Erleichterung.
    Meine Angst war, dass ich den Alkohol nicht merke und deswegen aber bereit bin meine innere Abwehr zu senken. …. Und dann zum Beispiel auf einmal den Eierlikör bei meinen Eltern mittrinke…….

    Beim nächsten Hustensaft habe ich in der Apotheke nachgefragt und tatsächlich gibt es kaum Thymian Hustensaft ohne Alkohol. Selbst der für Kinder hat Umdrehungen. Das Nachfragen in der Apotheke hat sich für mich wie ein Outing angefühlt. Der Apothekerin war es egal.

    Also mein Fazit. Auch wenn es gut läuft, oder gerade dann, achtsam bleiben.

    Liebe Grüße Rina

  • Hallo Rina,


    es ist gut, dass Du das sorgfältig für Dich reflektierst. Du wärst nicht die erste, die von Hustensaft rückfällig geworden wäre. Wie Du geschrieben hast, kann das die erste Unachtsamkeit sein. Und dann vielleicht die Praline mit „ein bisschen“ Alkohol oder die Rotwein-Sauce zum Rinderbraten, etc…

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich bei mir selbst immer gerade in den vermeintlich guten Phasen eher eine „Gefahr“ sehe als in schlechten Lebensphasen.

    Immer achtsam sein ist eine gute Strategie 👍

    VG Sue

    You will bloom if you take the time to water yourself 🌷

  • Hallo Sue,

    ja, das war ein schöner Weckruf. Beim nächsten Apothekengang werde ich es auf dem Schirm haben, dass Alkohol in Medizien verwendet wird. Das vergesse ich nicht mehr.

    Schönes Wochenende

    Rina

  • Na ja, das mit dem Hustensaft ist m.E. wie mit Essig, Balsamico oder einer Mundspülung. Der eine verträgt es, den anderen treibt es in den Rückfall. Im Zweifel Vorsicht walten lassen und lieber weglassen.


    Bei Medis habe ich noch nie nachgeschaut. Ich habe auch nicht vor, den Rest meines Lebens Beipackzettel in Microschrift zu entziffern. Ich verlasse mich auf meine mehr als 9 Jahre zählenden Erfahrungen und meine Intuition. Dies hält mich jetzt schon mehr als 9 Jahre auf dem für mich richtigen Weg.


    Ich kann und möchte da anderen nicht reinreden oder sie zur Nachahmung animieren. Wer sich im Wesentlichen an die Grundbausteine hält, hat eine prima Handreichung.

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