Das mit dem Sekt kenne ich auch. So habe ich mir anderthalb Jahre Nüchternheit zerstört. Passiert mir aber nicht noch einmal.
Ansonsten toll wie es bei dir läuft. Hoffe ich starte jetzt ebenso durch.
Das mit dem Sekt kenne ich auch. So habe ich mir anderthalb Jahre Nüchternheit zerstört. Passiert mir aber nicht noch einmal.
Ansonsten toll wie es bei dir läuft. Hoffe ich starte jetzt ebenso durch.
Wenn es dir z. B. schwer fällt sich mit angetrunkenen zu unterhalten, bist du schon lange fehl am Platz.
Ich habe beschlossen das niemals zu machen. Auch nicht nach Jahren. Unnötiges Triggern und gar keinen Bock drauf. Das passt auch gar nicht, wie ich festgestellt habe.
Auf der Drogentherapie habe ich gelernt JEGLICHEN Kontakt zu Junkies zu vermeiden.
Da Alkohol eine Droge ist, ist es das selbe
Auf der Drogentherapie habe ich gelernt JEGLICHEN Kontakt zu Junkies zu vermeiden.
Da Alkohol eine Droge ist, ist es das selbe
Nur weil andere Menschen, welche mir lieb und teuer sind, trinken und ich das eben nicht mehr kann, kann ich diese doch nicht aus meinem Leben verbannen. Den Kontakt einschränken, ja das geht aber soll ich etwa auf jeder Familienfeier auf jeden Geburtstag auf jede Hochzeit usw.. nicht erscheinen? Es ist riskant, ja, dennoch habe ich gerne Kontakt zu meiner Familie und zu langjährigen Freunden (nicht Saufkumpane der letzten Jahre) die ich zum Teil schon aus dem Kindergarten kenne.
Ob das auf Dauer funktioniert weiss ich nicht, wird die Zeit zeigen. Für mich funktioniert es derzeit gut, rechtzeitig einen Abflug machen und mit ein bisschen Vorbereitung ist auch für fast alle Situationen eine lösung parat, außerdem habe ich ja meinen Aufpasser in Form meiner Frau auf solchen Events auch meistens dabei 😉
Es kam die Frage auf ob ich die Kapitulations Verhandlungen ausgefochten habe, ich glaube ich bin noch mittendrin, ich bin ein Frischling und werde wohl noch die eine oder andere Erfahrung machen müssen. Vielleicht bin ich etwas übermütig vielleicht kann ich es auch ab, ich weiss es nicht. Sollte es schief gehen heißt es aufstehen Krönchen richten und das ganze nochmal von vorne.
Den einen Schluck Sekt sehe ich jetzt nicht als Unterbrechung meiner Nüchternheit, es ist passiert und es hat sich nichts geändert an meiner Einstellung außer einem großen Schreck
Sollte es schief gehen heißt es aufstehen Krönchen richten und das ganze nochmal von vorne.
Das ist zwar ein "sportliches" Motto. Genauer: der absolute Notfallplan für den Fall der Fälle = Rückfall: sofort zu stoppen und erneut in die Abstinenz zu gehen.
Aber mit der Einstellung akzeptierst du innerlich bereits, dass du auch auf Risiko spielst, bewusst Risiken eingehst.
Das Problem bei der Sucht ist nur - hypothetisch: schaffst du es dann, sofort zu stoppen? Hast du Schub, Energie, Antrieb, sind die Umstände so, es erneut sofort zu tun und zu schaffen? Kannst ja für dich mal erinnern, wie oft wolltest du aufhören und hast es dann nicht geschafft …
Meine Erfahrung: dieser "goldene" Moment, wo ich wirklich aussteigen will und kann, und trocken bleibe, der ist nicht oft gegeben.
Vier Monate sind schon ein hohes Gut - bewahre es gut.
Sollte es schief gehen heißt es aufstehen Krönchen richten und das ganze nochmal von vorne.
Für mich klingt das so, als hättest Du definitiv noch nicht kapituliert, so ein bisschen nach dem Motto „wenn es klappt, ist gut, wenn nicht, macht es auch nichts“.
Willst Du überhaupt wirklich ein (dauerhaft) abstinentes Leben führen? Für mich kommt das nicht glaubhaft rüber?
Für mich funktioniert es derzeit gut, rechtzeitig einen Abflug machen und mit ein bisschen Vorbereitung ist auch für fast alle Situationen eine lösung parat, außerdem habe ich ja meinen Aufpasser in Form meiner Frau auf solchen Events auch meistens dabei
Klar treffe ich Leute im Rahmen von Veranstaltungen, auf denen Alk ausgeschenkt wird. Wird es mir zu alkohollastig, bin ich weg. Das ist dann der Fall, wenn der Alk anfängt, die Sinne der Trinker zu trüben. Dafür habe ich ein feines Näschen.
In den ersten Monaten habe ich mir so was nicht angetan, sondern erst mal zugewartet, bis eine gewisse Stabilität gewonnen war.
Übrigens: Deine Frau ist weder Dein Aufpasser, noch Dein Vormund. Du allein bist für Deine Abstinenz verantwortlich, nicht andere. Also gebrauche Sie nicht als Schutzschild. ![]()
außerdem habe ich ja meinen Aufpasser in Form meiner Frau auf solchen Events auch meistens dabei 😉
Das hat letztesmal ja nicht funktioniert, oder?
Für deine Trockenheit bist du nämlich selbst verantwortlich.
Und deine Frau ist dafür verantwortlich aus ihrer Co-Rolle auszusteigen. Es gibt Frauen, die kreisen jahrelang um ihren nassen Alkoholiker herum, dann um ihren trockenen Alkoholiker - sind aber immer noch Co.
Ich wünsche euch beide gute Entscheidungen...
Hi Pantun,
Sollte es schief gehen heißt es aufstehen Krönchen richten und das ganze nochmal von vorne.
hiermit hältst Du Dir nicht nur ein Hintertürchen auf, das ist tatsächlich ein ganzes Scheunentor!!
Aber ich kann Dich irgendwie verstehen, ich dachte die ersten Wochen und Monate auch, dass ich mir noch "einen Rückfall aufhebe". So blöd das jetzt klingt, das hat mich aber irgendwie beruhigt. Mittlerweile hab ich nicht mehr vor, ihn noch einzulösen.
Noch was zu diesen ganzen Sprüchen wie "Krönchen richten", "einmal öfter aufstehen als hinfallen" usw... die mögen ja in sehr vielen Situationen passend sein, im Job, beim Sport oder sonstwo. Zur Sucht passen sie m.M.n. überhaupt nicht, evtl stehst du halt gar nicht mehr auf oder findest dein Krönchen gar nicht mehr. Da spielst du mit deinem Leben und nicht nur ne Partie Tischtennis gegen einen starken Gegner.
VG Soapstar
Meine Erfahrung: dieser "goldene" Moment, wo ich wirklich aussteigen will und kann, und trocken bleibe, der ist nicht oft gegeben.
👌 Exakt,
ich will mir gar nicht vorstellen wie schnell ich wieder im alten Programm wäre, das ich dann mein "Krönchen" richten würde und einfach weiter machen bezweifel ich stark. Ich würde Ruckzuck in alte Verhaltensmuster verfallen "ach komm die paar Bier"... ich mache nur kurz ne Pause usw. für mich wäre das die letzte Show nehme ich an ob da noch mal aufstehen würde denke ich nicht.
Du solltest das nicht so abtun als wäre es nur eine Kleinigkeit wenn du rückfällig wirst, meine längste Zeit ohne war ca. 3 Wochen mit dem Gedanken das läuft ja gut ich höre ganz auf oder reduziere die Menge, aber daraus wurde nichts, im Gegenteil ich war Ruckzuck wieder im Spiel nur noch krasser.
Letztes Jahr hatte ich auch noch ähnliche Gedanken, ach das darf ich nicht so streng sehen usw. jetzt hab ich eher Angst davor was wäre würde ich rückfällig werden, und eins ist mir klar und ganz sicher " ich will nie wieder saufen"
Willst Du überhaupt wirklich ein (dauerhaft) abstinentes Leben führen? Für mich kommt das nicht glaubhaft rüber?
Ja, will ich.
Trotzdem ist mir ein "normales" Leben wichtig. Ich bin nicht gewillt alles über Bord zu schmeißen was mein bisheriges Leben ausgemacht hat. Vielleicht muss ich lernen, daß dies so nicht funktioniert, wer weiss. Sagen kann mir das keiner, nur Wahrscheinlichkeiten und ja, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, wenn man die Foren, Statistiken und auch Erfahrungswerte anderer liest, dass es schief geht. Ich mache ja auch keinen Hehl darum, das ich mir das Risiko immer wieder bewusst mache.
Aber ich kann Dich irgendwie verstehen, ich dachte die ersten Wochen und Monate auch, dass ich mir noch "einen Rückfall aufhebe". So blöd das jetzt klingt, das hat mich aber irgendwie beruhigt. Mittlerweile hab ich nicht mehr vor, ihn noch einzulösen.
Nein, so denke ich nicht. Ich versuche nur ein, für mich, normales Leben weiter zu führen. Dazu gehört eben auch eigene Erfahrungen zu sammeln. Ich hatte nie den Gedanken mir einen Rückfall als "Joker" zu setzen aber ich habe auch keine Angst davor, wahrscheinlich ist das der Fehler in meiner Planung, es ist und bleibt eben eine Tür, da hast du Recht.
Übrigens: Deine Frau ist weder Dein Aufpasser, noch Dein Vormund. Du allein bist für Deine Abstinenz verantwortlich, nicht andere. Also gebrauche Sie nicht als Schutzschild.
So war das auch nicht gemeint 😉 sollte nur heißen , dass ich ihre Unterstützung habe und sie sich auch um mich sorgt. Sie sitzt jetzt nicht ständig neben mir und "bewacht" mein Tun. Ist mir schon bewusst, dass ich alleine für mich verantwortlich bin.
Bei dem was ich hier im Forum gelesen habe war meine Frau auch nie ein Co in dem Sinn. Sie hat es gewusst aber mich nicht gedrängt, gedeckt oder unterstützt während der nassen Jahre, natürlich gab es auch bei meiner Frau und mir Knatsch und auch entfremdete Phasen.
Vielleicht muss ich lernen, daß dies so nicht funktioniert, wer weiss. Sagen kann mir das keiner, nur Wahrscheinlichkeiten und ja, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, wenn man die Foren, Statistiken und auch Erfahrungswerte anderer liest, dass es schief geht. Ich mache ja auch keinen Hehl darum, das ich mir das Risiko immer wieder bewusst mache.
Hi Pantun!
Also dieser erste Satz der macht mich auch stutzig. Wer weiss? Na hoffentlich du. Und zwar, dass es einen Rückfall nicht zwangsläufig braucht, um zu kapieren, dass bestimmte Dinge schief gehen können - wie z.B. alkoholfreier Sekt in Sektgläsern, sondern genau solche Umstände und Situationen zu vermeiden, wenn ich noch nicht sicher in meiner Abstinenz bin.
Du machst dir das Risiko nicht bewusst, sondern gehst es ein und das kann eben nach hinten los gehen. Dein "normales" Leben willst du doch so nicht mehr, zumindest sagt das deine Signatur aus - sonst wärst du doch nicht hier?
Gruß, Hera
außerdem habe ich ja meinen Aufpasser in Form meiner Frau auf solchen Events auch meistens dabei 😉
Die Verantwortung für dein nüchternes Leben trägt nicht deine Frau.
Es ist dein Leben, es ist deine Alkoholsucht und es ist ganz alleine deine Verantwortung, was du damit machst.
Vielleicht bin ich etwas übermütig vielleicht kann ich es auch ab, ich weiss es nicht. Sollte es schief gehen heißt es aufstehen Krönchen richten und das ganze nochmal von vorne.
Das ist nicht übermütig, das ist für mein Empfinden der erste Schritt Richtung Rückfall.
Ich ziehe überhaupt nicht in Betracht, das ‚es schief gehen könnte‘. Weil das für mich wirklich diese berühmte Hintertür darstellt, die ich für immer schließen wollte, als ich mich hier angemeldet habe.
Gehst du wirklich davon aus, dass du, wenn es denn ‚schief gehen sollte‘, tatsächlich in der Lage sein wirst, auszustehen, dein Krönchen zu richten und dann ‚das Ganze noch mal von vorne‘?
Nicht wenige bleiben für immer liegen …..das Krönchen hübsch poliert auf dem Grabstein ….
Sollte es schief gehen heißt es aufstehen Krönchen richten und das ganze nochmal von vorne.
Das ist aber schon keine Hintertürchen mehr sondern ein Hintertor.
(edit: gerade gesehen, dass Soapstar denselben Vergleich hatte
)
Für mich wäre das damals schon die Erlaubnis gewesen, es mit dem Alkohol nochmal zu versuchen.
Erst als ich die Tür komplett dicht gemacht habe, konnte ich zufrieden trocken werden.
Vielleicht bin ich etwas übermütig vielleicht kann ich es auch ab, ich weiss es nicht. Sollte es schief gehen heißt es aufstehen Krönchen richten und das ganze nochmal von vorne.
Würdest du mit 500K so umgehen? Also ins Casino und alles auf Schwarz, wenn's schiefgeht...
Versuch es mal so zu sehen, für mich ist es echt wie ein Sechser im Lotto. Nie hätte ich gedacht das es so läuft wie jetzt, das ich es überhaupt schaffe. Ohne Alk ist doch alles langweilig war immer mein Gedanke aber es ist gerade anderst rum.
Wieviel Leute hier schon gescheitert sind seit ich da bin weiß ich überhaupt nicht, ich denke nur das viele die sang und klanglos verschwunden sind es eben nicht geschafft haben.
Oder die 95%, ist glaube ich die Zahl die es nicht schaffen. Also es ist nicht einfach darum Augen auf und gut nachdenken 😉 ich war wie gesagt auch sehr lax im Umgang mit Risikovermeidung, bin auch ein lustiges Kerlchen, inzwischen ist es mir aber sehr wichtig, also meine Trockenheit.
Wie ein Schatz, mein Schatz ...
Pantun , lies deinen Faden nochmal von Anfang an. Ich habe es gerade gemacht.
Da stand am Anfang die Frage im Raum, ob du wirklich ein dauerhaft abstinentes Leben führen möchtest.
Du hast dich dann dafür entschieden.
Ich habe mich auch dafür entschieden und habe mein Leben gehörig geändert. Ich habe akzeptiert, dass ich Alkoholiker bin, mit all den Konsequenzen. Das ist nicht nur so ein Satz, das ist meine Haltung.
Ich führe ein "normales" Leben als trockener Alkoholiker. Ein Leben wie früher, werde ich nie wieder leben können und ich will es auch nicht mehr.
Wenn ich meine Abstinenz an erste Stelle setze, dann hat diese Haltung ihren Preis, ohne Wertung, und das habe ich akzeptiert.
Es gibt kein Verhandeln, kein Relativieren und wenn ich mich dabei erwische, weiss ich, was ich zu tun habe.
Ich lese dich so, dass du es nicht akzeptiert hast, was es bedeutet, trockener Alkoholiker zu sein. Du bist abstinent, ja, aber alles andere soll bitte möglichst so weiterlaufen, wie bisher. Du hast selbst erkannt, dass es ein Risiko ist, aber du handelst nicht danach. Du hast akzeptiert, dass das Risiko eintreten kann.
Woher nimmst du die Sicherheit, dass du bei eingetretenem Risiko wieder aufstehen kannst? Bist du danach noch derselbe? Ist deine Sucht noch dieselbe? Oder ist möglicherweise alles noch schlimmer als vorher? Hast du dann nochmal die Kraft aufzustehen, oder gehst du dann den Weg bis zum bitteren Ende?
Du brauchst mir nicht zu antworten. Antworte dir, offen und ehrlich.
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