Abstinenzler - Für mich gibt es nur einen Weg- Die Abstinenz

  • Ich finde nicht wirklich. Von den echt schlimmen und ekligen Alkoholsituationen getriggert zu werden ist schon sehr speziell.

    Da geb ich dir Recht Rina. Das befremdet mich auch. Mir reicht es, wenn ich an solche Situationen denke, wo gebechert wird bis der Arzt kommt. (z.B. Kotzhügel auf dem Oktoberfest in München).

    Das stößt mich total ab, allerdings auch schon, als ich selbst noch gesoffen habe . Schon etwas befremdlich, aber muss ich auch nicht verstehen.

  • Die Wege des Suchthirns sind unergründlich. :whistling:

    Wenn jeder seine eigenen Trigger anschaut, haben alle Erklärungen ihre Berechtigung. Das sind reale Reize, die jeder für sich einordnet, weil das Suchthirn immer nur das Buch desjenigen schreibt, der es erlebt hat.

    Es baut sich Situationen auf, abhängig von der eigenen Geschichte und Persönlichkeit.

    Am Ende ist es ja nur der Job des Suchthirns, diesem Alkoholiker wieder das Saufen schmackhaft zu machen.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Die Wege des Suchthirns sind unergründlich

    Ja genau, das leuchtet ein. Wir sind verschiedene Menschen. Was mich triggert, muss ja einen anderen nicht triggern und umgekehrt genauso.Das Suchthirn spielt bei jedem von uns sein eigenes Spiel mit dem einzigen Ziel...Saufen!

  • :/ Wie unlogisch. Aber das war ja bei dir schön öfters. War da nicht mal der mit den blutunterlaufenen Augen, der dich zum Saufen getriggert hat?

    Das Saufhirn macht aus dem kotzenden Typen ein: Die anderen haben viel Spaß, du kotzt ja nicht. Du hast Spaß, Dopamin, Entspannung und gute Laune

    Sieht man dann jedoch einen Kandidaten der irgendwo in die Ecke kotzt, furchtbar elendig aussieht, kann man das schon mit sich in Verbindung bringen. Schliesslich hatten ja (fast) alle von uns ein elendiges Leben in ihrer nassen Zeit. Verbindung steht.

    Dann muss das Suchthirn nur noch den unterbewusst wahrgenommenen Spass von vorher dazu addieren und der Trigger ist komplett.

    Perfekte Erklärung. Das Saufhirn macht aus Scheiße Gold

    Schau noch mal genau hin, was Dir da durch den Kopf gegangen ist: Ist das wirklich Dein heutiges Verständnis von Spaß? Hast Du trotz Deiner vielen neuen Aktivitäten das Gefühl, nur noch zu Hause zu sein? Oder freut sich Dein Suchthirn einfach nur über die vertraute Situation?

    Erste Stunde Dopaminflut und gute Laune. Danach Hölle x100

    Heute trinke ich nicht

  • Moinsen!!

    Ich war mit meinen Eltern in der Therme, das war so schön. Viel Spaß, Entspannung und Zeit mit denen verbracht. Wer weiß wie lange ich sie noch habe, sie werden immer älter... Ich will jetzt die Zeit mit ihnen nutzen. Zu meiner Drogen und Alk Zeit hatte ich dafür keinen Kopf und sie waren noch jünger.Aber so ist es leider geboren um zu sterben. So ist der Lauf der Dinge.

    Danach waren wir noch schön im Restaurant. Das war so ein schöner Tag!! Ganz ohne Kater, Entzug, etc.

    Sie sind so begeistert das ich Drogen und Alk frei bin. Sie haben mitbekommen das Sucht Weggefährten schon so früh gestorben sind... Mit 20 bis 30 Jahren. Haben sich immer solche Sorgen gemacht. Echt schlimm... Ganz schlimme Krankheit.

    Deswegen bin ich froh das ich trocken bin

    Heute trinke ich nicht

  • Gestern Magenspiegelung gehabt, Saufhirn ist drauf angesprungen- gut das ich extra kein Geld mitgenommen habe.


    Die Ärztin sagte ich habe einen grauen Magen, eigentlich soll der rosa sein. Das hat mich traurig gemacht und wütend. Verwunderlich ist es nicht.

    Die Narkose wurde injeziert. Es war ein schönes Gefühl und zack habe ich geschlafen. Bin aufgewacht mit einem Rausch. Etwas ähnlich zum Alk. Torkelig, gute Laune und irgendwie high.

    Das Saufhirn meinte du bist berauscht, dann musst du doch mehr konsumieren. Machst du doch immer: Mehr, mehr, mehr!!

    Ich war ganz erstaunt und meinte es fühlt sich irgendwie eklig an, keine Kraft, kann nicht klar denken, vergiftet, benebelt. Ich will lieber Kraft haben und klar im Kopf sein.

    Auf dem Rückweg hatte ich dann noch mehrmals Saufgedanken, leichten Saufdruck?! Keine Hemmschwelle mehr. Ich war erstaunt wie die Narkose mein Saufhirn fütterte und es wollte mehr!!

    Extra kein Bargeld mitgenommen, nur die Busfahrkare auf dem Handy. Im Bus auch mehrmals Saufgedanken. Wollte eigentlich 30€ mitnehmen und Taxi fahren. Aber ich kenne das Saufhirn. Gott sei dank. Nicht mal der graue Magen schreckt es ab...

    Zuhause war dann alles vergessen. Immer wieder erstaunlich und erschreckend.

    Jetzt warte ich auf die Ergebnisse des Magens und des Dünndarms.

    Heute trinke ich nicht

  • Das hast Du gut vorbereitet und gemeistert, Absti.

    Nach dem unverbesserlichen Suchthirn ist auch Dein neues, abstinentes Ich angesprungen und hat festgestellt, dass es diese vertrauten Rauschgefühle gar nicht mehr so toll, sondern eklig findet.

    Auch da scheinst Du auf einem guten Weg von der bloßen Abstinenz zur zufriedenen Trockenheit zu sein.

    Weiß der Narkosearzt von Deiner Sucht, hat er die Medikamente daran angepasst?

    Ich drücke Dir die Daumen für eine Entwarnung beim Untersuchungsergebnis!

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!