Ich war heute Abend kurz bei ihm weil ich Suchplakate ausgedruckt und laminiert hatte. Ich bin dann mit meinem Hund noch eine Runde um den Block weil ich einfach nochmal nach der Katze schauen wollte. Und er meinte dann, dass sie sowieso nicht mehr kommt und die Plakate kann ich mir sparen. Und er wäre ja mal wieder an allem Schuld. Als ich gehen wollte meinte er dass ich meinem neuen Freund einen schönen Gruß ausrichten soll. Und ich habe nur vor mich hin gemurmelt dass ich das machen werde. Weil es einfach nur nervt. Und dann postwendend eine WhatsApp warum ich ihm nicht früher gesagt habe dass ich einen Neuen habe. Er hat mein Gemurmel für bare Münze gehalten. Ich hab dann nur geantwortet dass ich seine Psychospielchen nicht mehr ertrage und dass ich keinen anderen Mann brauche um mich von ihm zu trennen. Er versteht leider nicht wie krass so eine Beziehung für einen Nichtalkoholiker ist. Dieses ständige hin und her, diese Anschuldigungen, Verdächtigungen. Ich bin so froh, wenn der Umzug rum ist. Und meine Hoffnung stirbt nie dass meine Katze doch noch zurück findet. Und wenn es Jahre dauern sollte. Aber ich gebe nicht gleich auf. Hab das Suchplakat dann noch ans Tierheim geschickt. Die wollten es auch noch veröffentlichen. Aber für ihn ist die Katze weg und kommt nicht mehr. Und angeblich leiden die anderen Tiere und fressen nichts mehr. Ich wollte ihn schon fragen ob er allen Ernstes denkt dass ich darauf reinfalle und wieder einknicke. Aber ich hab wie so oft einfach geschwiegen weil es eh nichts bringt. Warum hab ich mich nur auf so einen Psycho eingelassen…
Elara - Befreiung – ich lasse dich los, um mich nicht zu verlieren.
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Die letzte Frage ist die Spannende!
Als ich gehen wollte meinte er dass ich meinem neuen Freund einen schönen Gruß ausrichten soll.
Das ist nur ne Masche, die ich selbst erlebt habe und von der ich schon seeeehr oft gelesen habe.
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Das mit deiner Katze bricht mir das Herz! Wenn sie dermaßen ängstlich ist würde ich vermuten, dass sie in der Nähe in Deckung ist. Ich würde nachts, wenn alles ruhig ist nach ihr suchen. Dann traut sie sich vielleicht am ehesten raus.
Gibt es ein Geräusch zum Anlocken? Deine Stimme, das Rascheln der Leckerlis oder so?
Das andere, also die Psycho-Spiele, die er nun macht, ist leider tatsächlich immer wieder das Selbe...das kannst du hier in sehr vielen Fäden lesen.
Das "Gute" ist, dass es dich in deinem Entschluss nur bestärkt.
Ansonsten ist das ein typischer Rückschau-Fehler: klar denkst du jetzt im Nachhinein "wie konnte ich nur". Weil du es vorher nicht wusstest.
Du ziehst es jetzt durch und bleibst ganz bei dir, dafür hast du meinen Respekt.
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Liebe Elara,
ich fühle mit und dass jetzt auch noch die Katze ausgebüchst ist und du die Launen deines Partners weiter ertragen musst, bis alles gut über die Bühne gelaufen ist, ist schlimm.
Wollte zur entlaufenen Katze eine Erfahrung teilen: einer unserer Kater (Freigänger) war auch mal verschwunden. Ich konnte mit Suchplakaten ungefähr eingrenzen, wo er sein müsste, denn er wurde am Tag des Verschwindens gesehen und war da wohl sehr ängstlich.
Ich hab eine sogenannte Heimwärtsschleppe gelegt. Wenn du googlest, findest du Anleitungen dazu. Ich bin tatsächlich nachts durchs Dorf gelaufen und habe meinen getragenen Schlafanzug an einer Schnur hinter mir her über den Boden gezogen.
Ein oder zwei Nächte später kam er dann wieder. Zu dem Zeitpunkt war er schon fast eine Woche weg. Ich drück dir ganz fest die Daumen!
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Heute war der Umzug. Die letzte Zeit war voll mit renovieren, organisieren, Sachen packen und planen wie es weitergeht.
Jetzt ist mal ein Abschluss geschafft. Mein Noch-Mann hat es mir letztendlich leichter gemacht zu gehen weil ständig diese Wechsel zwischen seinem Selbstmitleid und aggressivem Verhalten abgelaufen sind. Und dann am nächsten Tag die Entschuldigung wie immer. Er hat nichts verstanden. Aber ich werde ganz stark an mir arbeiten um aus der Co-Abhängigkeit heraus zu kommen. Momentan lese ich das Buch von Jil Rieger und ich muss so oft nicken. Unglaublich wie ähnlich die Abläufe bei so vielen Menschen sind. Und ich habe verstanden dass es an mir liegt jetzt dieses Thema aufzuarbeiten um nie mehr in so eine Abhängigkeit zu kommen.
Ich bin froh dass es mit dem Umzug so kurzfristig geklappt hat und muss jetzt erstmal zur Ruhe kommen und auspacken.
Meine entlaufene Katze kommt regelmäßig zum Fressen und Trinken auf die Terrasse, läuft dann aber wieder weg. Aber zumindest lebt sie und ich weiß wo sie ist. Irgendwann wird sie wieder zurückkommen.
Mut ist die Kraft, um Träume Wirklichkeit werden zu lassen. -
Was ich noch schreiben wollte weil es mir wichtig ist. Ich habe angefangen von den WhatsApp Nachrichten Screenshots zu machen wenn er sich mal wieder daneben benimmt. Wer weiß für was es gut ist. Und wenn es nur hilft auf dem eigenen Weg zu bleiben.
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Ich glaube, dass niemand jemanden dazu bringen kann, mit dem trinken aufzuhören.
Er oder sie muss diese Erkenntnis selbst bekommen.So ist es, und dazu muss derjenige oft tief fallen.Dann gibt es zwei Wege.
Entweder der Alkoholiker macht so weiter, weil er sich nicht ändern will, oder er sucht sich Hilfe und begreift, das nur er selbst die Sucht stoppen kann. Mit der Konsequenz, nie wieder Alkohol zu trinken.
Es ist interessant das der/die Coabhängige versucht den Alkoholiker umzustimmen und immerwieder hofft, das dieser sich ändert. Die beste Hilfe für einen Alkoholiker ist die Nichthilfe.
Wenn er sich dann ernsthaft entscheidet ...nie wieder Alkohol zu trinken, hat der/die Partnerin eine reale Chance, wieder eine Beziehung aufzubauen.
Garantie für eine lebenslange Abstinenz gibt es dennoch nicht.Die Sucht ist oft stärker als der ehrlich gemeinte Wunsch des Alkoholikers, nicht mehr zu trinken.
So sehe ich das und ich denke, so ist es auch.
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Aber ich werde ganz stark an mir arbeiten um aus der Co-Abhängigkeit heraus zu kommen. Momentan lese ich das Buch von Jil Rieger und ich muss so oft nicken. Unglaublich wie ähnlich die Abläufe bei so vielen Menschen sind. Und ich habe verstanden dass es an mir liegt jetzt dieses Thema aufzuarbeiten um nie mehr in so eine Abhängigkeit zu kommen.
Das ist super, Elara,
Denn nur weil aus dem Mann der Ex-Mann wurde, besteht die Co-Abhängigkeit trotzdem noch. Es ist ein erlerntes Muster.
Es ist total klasse, dass du weiterhin daran arbeitest.
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Heute habe ich nach der Arbeit auf einen Sprung bei meinem Mann vorbeigeschaut. Er hatte etwas gekocht und wir wollten zusammen essen und reden. Das mit dem zusammen essen hat dann wieder mal nicht geklappt, weil er keinen Hunger hat, weil es ihm so schlecht geht und er seit Tagen nichts mehr isst. Aber das Bier schmeckt immer noch.
Dann hat er wieder angefangen zu jammern, dass er so alleine ist und niemanden zum reden hat, die Wohnung jetzt so leer und dass er mich ja so vermisst. Er wünscht sich so, gemeinsame Zeit mit mir zu verbringen, gemeinsam spazieren zu gehen, zu kochen, zu verreisen usw. Er hat dann selbst gemerkt, dass er das die ganzen letzten Jahre haben hätte können, mich aber dabei immer alleine gelassen hat. Und als der dann noch gesagt hat, dass unsere gemeinsamen Fahrten mit dem Wohnmobil das schönste in seinem Leben waren, konnte ich mir nicht verkneifen zu sagen, dass er das aber am Schluß immer ins negative gezogen hat und behauptet hat, das wäre der Horror für ihn. Daraufhin meinte er, dass ihm das leid tut usw. Aber mir hat er jedes Mal das Wochenende vermiest mit seiner Stimmung, was ich ihm dann auch gesagt habe. Dann meinte er, dass er ja auch so und so oft Sachen hinnehmen und schlucken musste, wenn ich mal wieder etwas gemacht habe, was ihm nicht gepasst hat.
Was mich aufregt, dass man nicht vernünftig mit ihm reden kann, sondern dass er das immer wieder sofort umkehrt und sich als das Opfer hinstellt. Weiß nicht, ob das am Alkohol liegt oder einfach eine Charaktereigenschaft ist.
Dann wieder ewiges Geheule, dass er ja so alleine ist. Auf mein Argument, dass man für Freundschaft auch was tun muss und vielleicht mal etwas hinnehmen muss, meinte er wieder, dass er keine Freunde braucht. Er könnte sich ja ein Hobby suchen, Fahrrad fahren usw. Aber das bisherige Fahrrad wollte er nicht haben und ein neues kann er sich angeblich nicht leisten.
Ich bin irgendwann gegangen, weil es mich einfach nur noch genervt hat. Ich bin aber auch traurig, dass sowenig Selbstreflexion von ihm kommt. Er frägt nie, wie es mir geht, sondern meinte nur, dass das Aus- und Einräumen in der Wohnung doch ein Klacks ist. Und als unsere Hündin ihn nicht gleich freudig begrüßt hat, hat er sie gleich abgestempelt, dass sie ihn jetzt auch schon vergessen hat. Vielleicht war sie nach dem Bürotag mit mir einfach müde.
Es geht immer nur um ihn und sein Selbstmitleid. Auf dem Heimweg habe ich mir überlegt, dass ich ihm das nächste Mal sage, wenn ich wieder vorbeikommen soll, dass ich keine Lust habe, mir immer das Gejammere anzuhören und dass ich nicht mehr komme. Wenn ich in meiner neuen Wohnung bin geht es mir gut und ich möchte mir kein schlechtes Gewissen mehr einreden lassen von jemandem, dem ich sowieso egal bin.
Für mich gibt es kein zurück mehr auch wenn es mich oft selbst erschreckt, wie ich das jetzt durchgezogen habe und innerhalb von 4 Wochen eine Wohnung organisiert habe und umgezogen bin.
Ja ich bin noch verheiratet mit ihm, aber ich möchte nicht mehr zurück in diese Beziehung selbst wenn er aufhören würde zu trinken. Es waren am Schluß einfach zu wenig Gemeinsamkeiten, zu wenig Verständnis. Eigentlich war ich alleine, obwohl ich in einer Beziehung war. Und mittlerweile ist es mir auch egal, wenn ich alleine unterwegs bin. Früher habe ich mich dafür geschämt und gedacht, dass sich alle fragen, warum ich alleine unterwegs bin.
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hallo Elara
Es geht immer nur um ihn und sein Selbstmitleid.
Das konnte mein Mann auch sehr gut, er wusste genau, dass er mich da packen konnte. Ich war dann immer wieder erst einmal mit mir beschäftigt und er konnte in Ruhe weiter trinken.
ich habe mich dann immer gefragt, ob ich nicht doch etwas falsch oder nicht genug gemacht habe.lg Morgenrot
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Eigentlich war ich alleine, obwohl ich in einer Beziehung war
Einsam zu zweit habe ich viele Jahre gelebt.
Gut, dass Du das Muster erkannt hast. -
Hallo Elara,
das, was du über euer Gespräch schreibst, kenne ich auch von meinem ersten Mann. Nachdem ich mich getrennt hatte.
Er war das Opfer, es ging immer nur um ihn, um seine Bedürfnisse, all sowas. Wie es mir ging war ihm nicht so wichtig. Zu der Zeit war er nüchtern also bei ihm lag es nicht am Trinken. Er war einfach so. Und da ich nach der Trennung noch sehr oft Kontakt hatte, hab ich im Grunde genommen unter Dauerbeschallung seines Selbstmitleides gestanden.
Das war nicht gut für mich. Es hat ja trotz der Trennung und meiner immer größeren Gewissheit, dass ich nicht wieder mit ihm zusammenkommen wollte, was mit mir gemacht. Es hat sehr den Lösungsprozess verlängert. Mir auch Schuldgefühle und Mitleid gemacht.
Wirklich besser ging das erst als ich ihn immer seltener getroffen habe und dann nur noch im Zusammenhang mit unseren ( erwachsenen) Kindern.
Für ihn war das aber lange so dass er immernoch Hoffnung hatte, dass ich doch zurückkomme. Eben weil ich keine klare Grenze gezogen hatte.
Liebe Grüße Aurora
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