Herzlichen Glückwunsch und Respekt zu einem halben Jahr Abstinenz Kyra .![]()
Du liest Dich prima.
Herzlichen Glückwunsch und Respekt zu einem halben Jahr Abstinenz Kyra .![]()
Du liest Dich prima.
Auch von mir Glückwunsch zum Halbjährigen! 🍀
Glückwunsch zum halben Jahr 😊☘️🎉
Sehr schön geschrieben
Super, Glückwunsch 💐👌
💐
Herzlichen Glückwunsch, und danke fürs Teilhaben lassen an deiner Freude über deine Nüchternheit.
Viele Grüße
Thalia
Die großen Veränderungen am Anfang sind prägnant. Es sind aber auch die vielen kleinen Veränderungen, die ein nüchternes Leben auch ausmachen.
Es hat eine Weile gedauert, bis ich sie wahrnehmen konnte.
Aber das passt mit den 6 Monaten😉
Herzlichen Glückwunsch zum ersten halben Jahr.
Ganz lieben Dank für eure Glückwünsche.
Sie bestärken mich zusätzlich, meinen Weg konsequent weiter zu verfolgen.
Ich freue mich sehr, hier Gleichgesinnte gefunden zu haben und darüber, wie sehr wir von schon lange trockenen Forumsmitgliedern profitieren können. Das Forum ist und bleibt meine wichtigste Anlaufstelle, um die Achtsamkeit nicht mehr zu verlieren.
Da kann ich dir nur uneingeschränkt zustimmen.
Dein schöner Text ist ein Leuchtfeuer für alle die am Anfang stehen.
Danke Alex für deine Worte. Ich habe meine Erfahrungen hier im offenen Bereich geschrieben, um allen anderen Beginnenden Mut zu machen - ich bin ja auch noch ein Frischling.
Und du darfst dich jetzt schon auf die zweite Jahreshälfte freuen.
Das mache ich, liebe Stern.
Und ich beginne das zweite halbe Jahr mit Überlegungen, was ich mir zur eigenen Erinnerung zum ersten Jahr schenken möchte. Es sollte irgendwas Besonderes sein. Da habe ich jetzt 6 Monate Vorfreude.
Die großen Veränderungen am Anfang sind prägnant. Es sind aber auch die vielen kleinen Veränderungen, die ein nüchternes Leben auch ausmachen.
Es hat eine Weile gedauert, bis ich sie wahrnehmen konnte.
Ich denke auch, dass die prägnantesten Veränderungen in der ersten Zeit geschehen. Irgendwann hat sich die neue Routine eingespielt. Die Änderungen haben den Charakter einer Veränderung abgelegt.
Auch wenn ich künftige kleine Veränderungen übersehen könnte, weil sie eben klein sind, freue ich mich jeden Morgen darüber, dankbar und glücklich über meine Alkohol- und Nikotinabstinenz zu sein.
Liebe Grüße Kyra
Einen wunderschönen guten Morgen,
die Laune ist super, das Wetter auch, so kann das Wochenende beginnen.
Heute bin ich 10 Monate abstinent und es geht mir sehr gut damit. Craving, also richtiges Verlangen, habe ich noch nicht erlebt.
Dass es mir bisher relativ leicht fällt, keinen Alkohol zu trinken, habe ich meiner ehemaligen Therapeutin in der Suchtberatung und den langjährigen trockenen Alkoholikern hier im Forum zu verdanken.
Ich bin ein sehr rationaler Mensch. Lange Zeit habe ich mich ausschließlich auf meine Gedanken verlassen, Gefühle unterdrückt. Was sagte meine Therapeutin sinngemäß zu mir? „Nach der Annäherung an Ihre Gefühle gibt es jetzt erst mal wieder was für Ihren Kopf, damit der zufrieden ist.“
Also habe ich mir ziemlich schnell logische Ansätze anderer hier zu meiner eigenen Philosophie gemacht:
Kapitulation statt Kampf
Die Sucht ist nicht mein Feind. Ich bin süchtig geworden, weil ich zu oft und zu lange ein Zellgift mit Suchtpotenzial zu mir genommen habe. Ich bin unheilbar krank geworden.
Gegen eine unheilbare Krankheit kann ich nicht kämpfen. Ich kann sie nur als dauerhaften Teil meiner selbst akzeptieren und so mit ihr leben, dass ich ihr Fortschreiten stoppe, also abstinent.
Meine Abstinenz ist nicht das Ergebnis eines fortwährenden kräftezehrenden Kampfes, sondern ausschließlich eine pure Notwendigkeit.
Keine Diskussionen
Meine Sucht will und kann nicht diskutieren. Sie möchte nur das Verlangen nach Alkohol befriedigt sehen.
Wenn der Gedanke an Alkohol aufkommt, bringt eine Diskussion, aus welchen Gründen ich nicht / nicht mehr trinken möchte, also gar nichts.
Ich diskutiere ja auch nicht mit einer Gurke, welchen Grünton sie hat.
Also blocke ich die aufkommenden Gedanken sofort ab.
Ich lasse sie auch nicht vorbeiziehen, zumal es mir schwerfällt, mir vorzustellen, wie das funktionieren soll, ohne dass ich in der Zeit der Wanderung meiner Alkohol-Gedanken vor meinem geistigen Inneren dem Alkohol doch Raum gebe.
Umstrukturierung des Gehirns
Mein Gehirn hat sich an die Dopaminausschüttung im Rahmen meines Alkoholkonsums gewöhnt.
Um langfristig ohne Alkohol zufrieden leben zu können, muss ich diese Gewöhnung durchbrechen, also neue Verknüpfungen im Gehirn durch neue Verhaltensmuster herstellen.
Diese Verhaltensweisen müssen mir aber Spaß machen, mir Freude bereiten, damit sie ebenfalls zu einer Dopaminausschüttung führen.
Meine Therapeutin sagte zu mir, dass ich etwas mindestens 100 mal umsetzen müsse, bevor es sich überhaupt als neue Gewohnheit im Gehirn etablieren kann.
Es bedarf also einer Ausdauer, eines langen Atems, steter Übung.
Abstinenz ist kein Sprint, sondern ein Marathon.
4. Pawlow
Der Mensch schüttet nicht nur bei der Umsetzung einer zufrieden stellenden Tätigkeit Dopamin aus, sondern bereits beim Gedanken an diese Tätigkeit.
Da reagiert der Mensch ähnlich wie der Hund, dem bereits beim Klingelton der Speichelfluß allein wegen der Erwartung von Futter einsetzt, weil er konditioniert wurde, dass es nach dem Ton immer Futter gibt
Diesen Effekt mache ich mir selbst zunutze.
Ich überlege mir konkrete Belohnungen zu festgelegten Terminen. Z.B. beschließe ich, mir nächsten Freitag aus der Stadt einen Blumenstrauß mitzubringen.
Sobald diese Belohnung gedanklich feststeht, beginnt meine Vorfreude und damit mein Speichelfluss, äh meine Dopaminausschüttung.
Wichtig ist, dass es nicht vage Überlegungen sind und die Belohnungen in einem zeitnahen Rahmen erfolgen. Daher sollten diese Belohnungen gerade zu Beginn der Abstinenz kurzfristig anvisiert werden.
(Mir hat da als Beispiel die Vorfreude auf eine Puzzleunterlage als Belohnung für meine erste rauchfreie Woche durch diese erste Woche sehr geholfen.)
Vor 2 Monaten habe ich für heute (10 Monate Abstinenz) einen Termin bei einem Tattoo-Studio gemacht. Wir besprechen im Detail, wie mein Tattoo aussehen wird, das ich mir zur Belohnung in genau 2 Monaten stechen lassen möchte.
Das nennt man dann doppelte Vorfreude
(ich gehe davon aus, dass meine Gedanken wissenschaftlich unsauber, nur ein grobes Bild sind, aber sie reichen mir zum eigenen Verständnis und Umgang mit der Sucht aus.)
Jedenfalls erleichterten mir die beschriebenen Punkte meinen bisherigen Weg in die dauerhafte Abstinenz und werden ihn auch weiterhin erleichtern.
Dafür bin ich der Suchtberatung bei uns vor Ort und dem Forum sehr dankbar.
An diese Stelle möchte ich daher ein dickes Lob und ein herzliches Dankeschön an die unermüdlich mit ihrem Rat und Einsatz zur Seite stehenden Menschen hier im Forum aussprechen.
Ohne euch wäre ich heute nicht so gefestigt.
Liebe Grüße Kyra
Moin Kyra,
genau diese Erkenntnis halte ich für einen wichtigen Punkt. Abstinenz ist keine Strafe.
Wenn ich sie ständig als Verzicht oder Verlust betrachte, bekommt der Alkohol einen Wert, den er eigentlich gar nicht verdient.
Ich verzichte schließlich nicht auf etwas, das mir guttut. Ich lasse etwas weg, das mich krank gemacht hat.
Und deshalb gefällt mir dein Gedanke mit der Notwendigkeit. Nicht jeden Tag aufs Neue kämpfen, diskutieren oder mich überzeugen müssen.
Alkohol ist keine Option. Eigentlich ziemlich unspektakulär. Oder ![]()
Und genau darin liegt eine Menge Freiheit.
Und deshalb gefällt mir dein Gedanke mit der Notwendigkeit
Klar gefällt er dir 😉.
Ich habe ihn ja von dir übernommen und mir zu eigen gemacht.
LG
Alles Gute zu 10 Monaten 🥳
10 Monate, die haben ihren Grund und der bist du und deine Haltung👍
Herzlichen Glückwunsch zu 10 Monaten Freiheit. Toller Beitrag. ![]()
LG
Bibi
Herzlichen Glückwunsch, Kyra, zu den 10 Monaten und Deinem Beitrag - weiter so!
Vielen Dank für Deinen Beitrag liebe Kyra. Für mich ist das in prägnanten Worten aufgeschrieben, wie ich es auch halte. Ich kann damit sehr viel anfangen (hatte sogar kurz daran gedacht ihn auszudrucken).
Danke dafür und herzlichen Glückwunsch zu 10 Monaten.
Glückwunsch zu 10 Monaten Kyra. Auch für mich bedeutet nüchtern zu sein keinen Verzicht und schon gar keinen Verlust. Wer dem Alkohol nachtrauert, hat es sicher schwer eine stabile Abstinenz aufzubauen. Ich finde deinen Beitrag sehr gut. Also weiter so.
Abstinenz ist keine Strafe.
Wenn ich sie ständig als Verzicht oder Verlust betrachte, bekommt der Alkohol einen Wert, den er eigentlich gar nicht verdient.
Ich verzichte schließlich nicht auf etwas, das mir guttut. Ich lasse etwas weg, das mich krank gemacht hat.
Und deshalb gefällt mir dein Gedanke mit der Notwendigkeit. Nicht jeden Tag aufs Neue kämpfen, diskutieren oder mich überzeugen müssen.
Diese Gedanken hatte ich am Anfang nicht so und habe mir ehrlich gesagt ziemlich schwer getan. Hatte oft mit Suchtdruck & Co. zu tun. Das hat sich erst geändert, als ich die o.g. Gedanken für mich entdeckt und verinnerlicht hatte.
Heute bin ich 10 Monate abstinent
💖lichen Glückwunsch zu 10 Monaten ohne Alk. Dein Beitrag ist ganz große Klasse. Hast den Nagel auf den Kopf getroffen und sehr schön geschrieben.
Hallo liebe Kyra, herzlichen Glückwunsch zu Deinen 10 Monaten Alkfreiheit und herzlichen Dank für Deine Zusammenfassung! Klasse!
Ich diskutiere auch nicht und beende aufkommende Gedanken, die womöglich in Begehrlichkeit ausufern könnten, mit einem innerlich scharf ausgesprochenen" Nein!"
Das ist das Abbruchsignal, das ich bei meiner (Jagd-) Hündin einsetze, wenn sie im Begriff ist, einen Sch... zu machen, oder wenn ich merke, sie denkt dran.
Das funktioniert bei mir auch😉😁
oder wenn ich merke, sie denkt dran.
...oder wenn ich merke, es kommt vom Suchthirn.
Das war eine meiner wichtigsten Erfahrungen, erkennen zu können und zu unterscheiden, wer denn da denkt, ich oder mein Suchthirn.
Ich wollte einmal auf eine öffentliche Podiumsdiskussion mit anschließendem Austausch. Das zum Schluss Alkohol getrunken wird war mir klar, aber das Thema interessierte mich doch so sehr (!?) und ich konnte ja auch rechtzeitig wieder gehen.
Trotzdem hatte ich ein ungutes Gefühl und hinterfragte das Thema. Naja, interessant ist was anderes. Ich kann es mir anhören, muss ich aber nicht.
Das Suchthirn versuchte mich mit dieser Strategie auf die Veranstaltung zu locken. Ich bin nicht gegangen.
Diese Erkenntnis fand ich erschreckend und zugleich war sie sehr lehrreich.
Da habe ich angefangen, mich selbst zu beobachten, um zu erkennen, wer da was will, oder anders ausgedrückt ,nasses vom trockenen Denken zu unterscheiden.
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!