Abstinenzler - Für mich gibt es nur einen Weg- Die Abstinenz

  • Was hält dich gerade davon ab, wieder zu saufen? Warum quälst du dich so durch?

    Wieder von vorne anzufangen. Die VIELEN negativen Folgen. Ich will nicht. Ich muss nicht. Suchtdruck weg, Verlangen weg, alles wieder ruhig. Bin froh das ich abstinent bin.

    Du sagtest ja Suchtdruck gehört zur Krankheit. Das habe ich kapiert. Und wenns nicht meine Frau ist dann die zufällige Saufkumpel Begegnung, die leeren Flaschen etc.. Irgendwas kann immer passieren. Ich gucke das ich alles anwende und immer wieder überprüfe wie gehts mir, was ist los was kann mich stressen oder triggern. Jetzt ist wieder alles ruhig. Immer der selbe Ablauf...

    Heute trinke ich nicht

  • Moinsen. Ich habe die letzten Tage mit Zucker aufgehört. Nikotin reduziere ich auch gerade Stück für Stück. E-Zigarette. Ich bin mir ziemlich sicher deswegen hatte ich Entzugserscheinungen und dann ging es mir schlecht und dann kam der Saufdruck um das schlechte Gefühl totzumachen. Lange antrainiert Gefühle einfach wegzusaufen. Jetzt wieder im schönen entspannten Modus. Mal schauen bis wann...

    Heute trinke ich nicht

  • Guten Morgen Abstinenzler,

    übernimm Dich nicht damit, auf alles gleichzeitig verzichten zu wollen. Es ist natürlich löblich auf Zucker, Nikotin und Alkohol zu verzichten, aber alles auf 1x stelle ich mir stressig vor. Ich bin auch dabei meinen Nikotinkonsum zu schmälern. Aber laaaangsam. An erster Stelle steht bei mir die Alkoholabstinenz.

    LB

    Bibi

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

    Einmal editiert, zuletzt von Bibitor 66 (5. Januar 2026 um 09:11) aus folgendem Grund: Satzbau

  • Guten Morgen Abstinenzler, ich schließe mich Bibi an, lass dir mit der qualmerei und dem Zucker noch Zeit. Das könnte dich überfordern, ich hab mich das erst jetzt nach einem Jahr getraut. Du musst erst stabiler werden, ich werde jetzt erst stabil, ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll aber ich werde immer gelassener und trau mir jetzt erst solche sachen zu.

  • ich hab mich das erst jetzt nach einem Jahr getraut.

    Und ich nach zwei. Dann aber mit radikalem Rauchstopp. So wie ich es auch beim Alkohol gelernt hatte. Also, entweder rauchen oder nicht.

    Und ca. zwei Wochen hat es ohne Ende getriggert. Ich hatte gedampft und das geht praktisch immer und überall. Also hat mein Suchthirn auch immer und überall "hier" gerufen. Ich war sehr froh, dass ich es nicht in etwa gleichzeitig versucht hatte.

    Übrigens. Wahrscheinlich durch das viel häufigere "der Suchtstimme eins drüber bügeln" war diese Zeit auch schneller durch. Nach zwei Wochen plötzlich, wie weggeblasen. (Nur nicht der Dampf ;)) Müsste jetzt dann ca. zwei Jahre sein. Habe mir das Datum irgendwo aufgeschrieben. :/

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Jawoll ,von einem Tag auf den anderen aufgehört, das ist jetzt 12 Jahre her. Heute kannst du mich mit dem Zeug jagen. Ich bin mir zu 99,90% sicher, das ich nie wieder damit anfange 00,10 % Restrisiko. Hört sich doch gut an.😉😇

  • Hallo Abstinenzler ,

    auch ich will mit dem Rauchen aufhören. Die Therapeutin (früher ebenfalls nikotinsüchtig) riet mir dringend davon ab, da der Stopp beider Süchte mich überfordern könnte. Ich solle erst in Bezug auf Alkohol eine gewisse Stabilität erlangen, bevor ich die Nikotinsucht angehe.

    Und ich werde ihren Rat befolgen. Ich möchte mich nicht doppeltem Stress aussetzen und am Ende rückfällig sein. Allerdings fange ich an, mich auf den Rauchstopp vorzubereiten.

    Da du selber ja schreibst, dass du momentan Suchtdruck beim Alkohol verspürst, würde ich an deiner Stelle - wie die anderen schon geschrieben haben - eins nach dem anderen angehen.

    LG Kyra

  • Dies nur als kleiner Denkanstoß:

    Mein Tipp: Bleib besser erst mal beim Thema Alk, um dort die nötige Stabilität reinzubringen.

    Beim Zucker sehe ich noch ein weiteres Problem: Der Körper hat den vielen Alk stets in Zucker verstoffwechselt, er japst förmlich danach, weil er auf teilweisen Entzug gesetzt wurde. Versuch es doch mal mit einer Reduktion des Zuckers und lass Süßigkeiten, Kuchen und Desserts weg. Nur am WE mal etwas zur Belohnung.

    Und mit der dämlichen Qualmerei hängst Du ja jetzt am Dampfer, immer noch besser als der andere Dreck. Den gehst Du besser nicht auch noch gleichzeitig an.

    Ich sehe bei Dir die Gefahr, dass Du Dich übernimmst. Und dann? Womöglich gaukelt Dir Dein Suchthirn doch glatt vor, 1-2 leckere Bierchen oder Weinchen, seien doch der ideale Stimmungsaufheller.


    Gut gemeint führt nicht immer auch zu gut gemacht.;)

  • Abend!

    Die Gedanken kenne ich nur zu gut, sicher jeder hier in unterschiedlichem Ausmaß.

    Was mir immer geholfen hat war an den nächsten Schritt zu denken. Saufdruck, ok, ich trinke jetzt meinen Vodka. Der Rausch fährt rein, dann trinke ich weiter, denn jetzt mach ich nur ne wohlverdiente Pause vom Abstinent sein, hab mir ja auch ne Belohnung verdient, besonders weil ich im Schnitt weniger saufe als 99% der Bevölkerung. Dann schon ordentlich dabei, die Sachen machen die ich besoffen immer gemacht habe: musik hören, diskutieren, usw... Irgendwann voll wie nichts gutes ins bett fallen und einschlafen. Ende.

    Aufwachen. Was jetzt? Nichts, kein kater, mach meinen kram und bin ab jetzt wieder Abstinent. Abend. Naja, hat ja gut geklappt gestern, dann heute noch runde 2 und dann ist wirklich schluss.

    Und so geht das dann wieder tag für tag bis ich hier wieder auftauche weil ich nicht mehr kann und am ende bin. Genau wie die male zuvor, wo es auch nicht klappte mal einen abend, der guten Zeiten willen, zu bechern. Es endet immer im gleichen Schema, nur mit verheerenderen Konsequenzen. Es geht immer noch schlimmer.

    Und wofür? Für den kurzen Rausch, die paar minuten nach dem ersten Schluck.

    Finde dich damit ab, dass diese illusion von ruhe und Zufriedenheit beim saufen eben nur eine kurze flucht vor der realität ist. Mehr nicht. Das heisst dieses Gefühl was Du bekommst ist nur ein fake. Nichts wird besser, alles wird nach paar std wiederkommen, nur heftiger. Noch mehr saufdruck, noch mehr probleme, und ein noch tieferer Abgrund. Zu melodramatisch? Dann frag dich selbst was wohl nach einem Glas passiert.

    Das Leben ist nüchtern langweilig? Kann es sein, muss es aber nicht. Ist besoffen dummes zeug machen und sich peinlich zu benehmen besser?

    LG,

    Paul

  • Echt dumm von mir. Zucker so gut wie weg. Nikotin aus E-zigarette vor 50 Tagen von 20 mg auf jetzt 2,2 mg runterdosiert. Weil ich schon lange kein Bock mehr drauf habe. Ergebnis: Entzugserscheinungen von Zucker und Nikotin. Jeden Tag Saufdruck gehabt, Saufgedanken, wäre am liebsten Saufen gefahren, extremer Streit, schlechte Laune, Aggressiv.

    KI und euch gefragt: Viel zu schnell alles gemacht. Gehirn völlig überfordert. Warum bin ich so ungeduldig? Weil ich meine Ziele erreichen will. Dumm. Jetzt ärgere ich mich über meine Ungeduld. Ich dosiere nichts mehr runter!!! Schnauze voll!! Was ein Suchtmensch. Bin Abstinent und kümmer mich erstmal wieder um meine Abstinenz vom Alkohol. Man,man,man

    Heute trinke ich nicht

  • Hey, ist doch zunächst mal toll, dass du den Nikotin- und Zuckerentzug nicht durch Alkohol ausgeglichen hast.

    Und das mit der Ungeduld verstehe ich vollkommen. Ich fühle mich auch sooo motiviert, das Rauchen am liebsten sofort zu beenden, da das mit dem Alkohol ja bisher gut funktioniert, warum nicht 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen? Und eine komplette Ernährungsumstellung wäre ja auch erstrebenswert.
    Aber, wie du mittlerweile gemerkt hast, funktioniert eben nicht alles auf einmal.

    Ich für mich versuche, zumindest bewusster zu rauchen, mal zu sagen „Ich rauche erst, wenn ich dieses oder jenes gemacht habe. Ich rauche erst in der übernächsten Werbepause.“. Es funktioniert ohne Druck und Entzugserscheinungen insoweit, dass ich meinen Zigatettenkonsum zumindest auf 3/4 reduzieren konnte, Bei den Süßigkeiten versuche ich, mal Möhren und Kohlrabi alternativ zu knabbern.
    Nur wenn das bei den Zigaretten und Süßigkeiten nicht klappt, dann bin ich nicht sauer auf mich. Ich freue mich einfach über jeden Moment, jeden Abend, an denen meine Versuche funktionierten, und bin mit dem Status Quo derzeit zufrieden.

    LG Kyra

  • Wie gehts dir denn nun aktuell ?

    Moinsen, wieder ganz gut. Das schlimmste geschafft. Die ersten 3 Tage.Jetzt erstmal wieder beruhigen hehe. Jetzt den angeblichen Schneesturm genießen der kommen soll. Wochenende schön abstinent geniessen. Nikotinentzug finde ich ist einer der schlimmsten Entzüge- einfach widerlich. Deswegen schaffen es auch nur wenige

    Heute trinke ich nicht

  • Nikotinentzug finde ich ist einer der schlimmsten Entzüge- einfach widerlich. Deswegen schaffen es auch nur wenige

    ich mache ohne Witz einfach Liegestütze wenn Schmacht aufkommt auch auf der Arbeit. Die Gesichter sprechen Bände wenn ich mit Kollegen rauchen gehe🤣

    für mich ist der Entzug aber nicht vergleichbar mit Alk, nicht leicht aber auch kein Hexenwerk

  • Moin, heute 2 Monate trocken. Mir geht es einfach mega!!!

    Echt heftig wie eklig und anstrengend die erste Zeit bei mir war. So oft Saufgedanken und auch mal Saufdruck. Ein auf und ab.

    Aber es war zu 95 Prozent eine schöne Zeit: Keine Polizei, Kater, Entzüge, Stress, Kosten, Peinlich machen, scheiß Schlaf u.v.m.

    Stattdessen Leben mit den unzähligen Vorteilen der Abstinenz: Fit, gesund, lachen auch mal weinen, Unternehmungen, Aktivitäten, Hobbys, weiterbilden, Familie, Natur, Schnee, Weihnachten, Silvester und und und...

    Weiter gehts- Tag für Tag!!

    Das Forum ist mir die größte Stütze, was wäre wenn ich mich nicht angemeldet hätte?? Danke!!

    Heute trinke ich nicht

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