Jump! aus dem Hamsterrad

  • Ach liebe Jump,

    Es tut mir leid, dass Du das jetzt so durchleben musst. Aber vielleicht war es für Dich nötig, um den letzten Schubser in Dein neues Leben zu bekommen.

    Ich sende Dir mal eine feste Umarmung!

    Ganz liebe Grüße Momo

  • Liebe Jump,

    oh Mann, das tut mir so leid.

    Natürlich habt ihr das alles längst gewusst.

    Ich nicht, ich habe mir für Dich gewünscht, dass es genauso klappt wie es bei mir (bis jetzt) geklappt hat.
    Ich bin ehrlich gesagt sprachlos. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen. Das hätte ich nicht für möglich gehalten.
    Ein Rückfall auf dem Rückweg. Im Grunde genommen braucht er den Koffer gar nicht auspacken und sollte sofort wieder zurück.
    Aber das ist nicht Deine Verantwortung und nicht mehr Dein Thema.

    Du bist bei Deinem Weg in Deinem neuen Lebenskapitel geblieben, obwohl Du Dir Hoffnung auf eine spätere andere Lösung gemacht hast.
    Heute siehst Du, wie wertvoll das für Dich jetzt ist. Jetzt hört dieses Hin und Her, dieses nirgends richtig ankommen auf.
    Jetzt gibt es nur Deinen Weg für Dich.

    Alles Gute und liebe Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hey du liebe,

    Ich kuschel dich gedanklich mal in eine warme Decke und bring dir Tee..

    Nun scheinst du mir ein paar Monate voraus zu sein, ich freue mich auch darauf wenn mein Partner entzieht, weil ich den Menschen der dann zum Vorschein kommt so sehr liebe und schätze..

    Die Sucht ist der Teufel.. sie entreißt uns unsere Liebsten.. Unsere Frauen, unsere Männer, unsere Kinder, unsere Eltern..

    Trauere ruhig um deinen Mann den du verloren hast.. und ich weiß du gehst weiter <3

  • Ich kann es einfach nicht nachvollziehen.

    Ich auch nicht. 8| Wahrscheinlich ist das auch gut so.

    Im Grunde genommen braucht er den Koffer gar nicht auspacken und sollte sofort wieder zurück.

    Entschuldigung, aber wozu? Die Lernkurve ist flach wie ein Pfannkuchen. Pfff. Er will nicht wirklich aufhören

    Tut mir echt leid Jump. Auch wenn es von der Logik her natürlich das Beste so ist.

    Aber ich kann es gerade noch gar nicht glauben. Kann gut nachempfinden, dass das echt schwer zu schlucken ist.

    Gut, dass Du inzwischen weißt wie es für Dich weiter geht. :thumbup:

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Natürlich habt ihr das alles längst gewusst.

    Du etwa nicht? Geh mal in dich. ;)

    Ich möchte mich für deine Offenheit bedanken und dass du uns aufgezeigt hast, wie eine Hoffnung in einem Alkoholiker immer wieder von der Realität eingeholt wird.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Natürlich habt ihr das alles längst gewusst.

    Ich nicht.
    Wahrscheinlich, weil ich noch immer so naiv denke und mir so sehr wünsche, dass es jeder Alkoholiker schafft, sich ein nüchternes Leben aufzubauen. Und ehrlich gesagt finde ich das schon ziemlich schräg, direkt auf dem Heimweg von der Langzeitreha wieder zu trinken.

    Ich habe nur gesagt, dass ich jetzt nicht mehr da bin, wenn er fällt. Und dass es mir gerade nicht um ihn geht, sondern um mich.

    Das finde ich ganz stark von dir.

    Pass gut auf dich auf.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Liebe Jump.

    Ich schreibe jetzt völlig unpassend genau das, was ich sofort dachte, als ich Deinen Beitrag las:

    Es ist das Beste was DIR passieren konnte.

    Du hast nun absolute Gewissheit, es gibt keinen einzigen Funken mehr schön zu reden.

    Ich bin überzeugt, dass dieses Erlebnis Dich wie eine Sprungfeder an den Füßen nach vorne befördern wird.

    LG Cadda

  • Oh je Jump! Das tut mir so leid!!!

    Wer oder was kann Dich denn auffangen, jetzt wo Du im freien Fall bist?! Du hast geschrieben, Du hast gute Freundinnen in der Nähe deiner neuen Wohnung?

    Ich denke an Dich!

    Jetzt weißt Du vollends woran Du bist.

    Und nein, wieso sollte ich

    das alles längst gewusst.

    haben!!?

    NATÜRLICH war das im Bereich des Möglichen. Das wusstest Du ja auch. Außer dass es SO unfassbar schnell geht! Aber trotzdem war es auch eine schöne Idee, wie Du das vermeintlich nüchterne Wochenende mit ihm verbringen wolltest. Du hast so ein gutes Herz und siehst seines eben auch. Aber der scheiß Sucht ist das alles grade mal egal.

    Jetzt kannst Du sicher sein.

    Halt die Ohren steif liebe jump!

  • Huhu Nayouk.
    Sonst so oft Deiner Meinung ;) aber das hier teile ich nicht:

    Im Grunde genommen braucht er den Koffer gar nicht auspacken und sollte sofort wieder zurück.

    Nö. Er sollte seine Koffer gar nicht erst wieder packen. Weil es das beste Beispiel ist, was ich in dem „Therapie-Thread“ schon mal thematisiert habe.

    Die tollste Reha, die beste Therapie, die geeignetste Klinik….

    Nichts kann einen Alkoholiker nicht trocken therapieren, es ist keine Gehirnwäsche. Wenn der Alkoholiker nicht aus tiefstem Herzen an dem Punkt ist, schaltet das Gehirn bei der nächsten Gelegenheit offenbar wieder um oder vorher schon auf Durchzug.

    Aber das spielt natürlich eigentlich keine Rolle, weil ja wichtig ist, wie es Dir Jump nun geht.

    Ich bin wie gesagt aber überzeugt, dass Dir das langfristig hilft, Frieden mit der Situation zu schließen.

  • Wenn der Alkoholiker nicht aus tiefstem Herzen an dem Punkt ist, schaltet das Gehirn bei der nächsten Gelegenheit offenbar wieder um oder vorher schon auf Durchzug.

    Wenn man davon ausgeht, dass er noch nicht so weit war, als er zur Reha gegangen ist, dann sehe ich das auch so, dann macht es keinen Sinn.
    Dass es auf der Rückreise passiert ist, spricht dafür.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ich hab das fast genauso erlebt und kann mich sehr gut an den Schock und den Schmerz und das Gefühl des freien Falls erinnern. Auch mein Ex-Partner war der Muster-Patient in seiner Langzeittherapie … mit allerbesten Prognosen. Und ich damals voller Hoffnung und Vorfreude auf unser „neues“ Leben.

    Dann hat er allerdings - für mich absolut unerwartet und relativ schnell - festgestellt, „dass er doch noch nicht fertig mit Alkohol ist“ und wieder losgelegt, wie zuvor.

    Es ist nicht einfach loszulassen und zu wissen, dass ein Mensch, den man sehr liebt, sich zerstört. Aber es ist wichtig! Ich hoffe, Du schaffst es nun konsequent zu sein und zu bleiben. Es tut mir sehr leid für Dich. Ich fühle mit Dir.

  • 8|8|

    Jetzt hast Du zumindest eine klare Front und kannst abschliessen. Das Warten hat garnicht erst angefangen.

    Nur mal am Rande gefragt: Wer hatte denn den heutigen Abend mit Essen und das weitere Wochenende geplant?

    Bei mir lief es übrigens ähnlich damals nach der Langzeit, verstehen tue ich es allerdings aus heutiger Sicht auch nicht mehr so richtig.

    Thema heisst jetzt: Auffangtherapie, ja oder nein. Ist aber nicht Deine Baustelle.

    lG WW

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Liebe Jump,

    oh nein, ich hab's auch nicht gewusst, dass er sooo bald wieder an der Flasche hängt.

    Erlebt hab ich sowas auch oft. Mein erster Mann hat keine Entzugstherapie gemacht, war aber z.B. Mitte der 90er Jahre mal zur Reha. Und da hat er nicht getrunken und war ein vorbildlicher Patient. Und ehrlich, da war auch bei mir der Hoffnungsschimmer schon sehr hell geworden. Insgeheim hab ich's geahnt aber vor mir zugeben wollte ich es nicht.

    Zu schön war die Vorstellung, dass nun alles in " normalen" Bahnen laufen würde. Dass das ein Trugschluss gewesen war merkte ich nach wenigen Tagen...

    Es tut sehr weh, auf dem Boden der Tatsachen aufzuknallen. Aber manchmal braucht man den Schmerz um zu verstehen, dass ein Abschied von Hoffnungen oder Wünschen notwendig ist.

    Bei mir hat das damals noch gedauert... bei dir ist der Zeitpunkt wohl jetzt.

    Fühl dich umarmt

    Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Liebe Jump,

    Das tut mir so sehr leid für Dich dass Deine Träume und Hoffnungen verpufft sind.

    Mir ist genau dasselbe widerfahren.

    Während Langzeitreha nach 5 Wochen das 1. Mal hat sie rausgedurft. Erster Weg morgens um 9 in den Laden Alk kaufen.

    Statt wie abgemacht bei mir um 10 erst um 15:00 mit Fahne erschienen. Nach den 8 Wochen hat sie mehr getrunken als zuvor.

    2. Kurzzeitreha in 2 Wochen nicht 1 Tag aufgehört zu saufen.

    Der Alkohol ist gnadenlos und es gibt keine Rücksicht auf irgendwas, leider. Sucht steht über allem. Liebe geht mit unter.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und bleib bei Dir.

  • Liebe Jump, ich kann so gut in Dich reinfühlen. Die ganze Freude, bumm und weg.

    Er macht es nicht weil er Dich nicht liebt, er kann nicht anders weil er krank ist. Hoffe Du findest Frieden und Ruhe. Wir können nichts tun, nur zuschauen wie geliebte Menschen untergehen.

    Du wirst ein schönes Leben haben, so wie Du es verdient hast.

  • Liebe Jump,

    wie schrecklich für Dich. Ich hatte so auf ein Happy End gehofft und jetzt sind all Deine Träume und Hoffnungen zerstört. Leider scheint Dein Mann keinen Weg aus der Sucht zu finden. Einfach nur traurig für Euch. Ich schicke Dir mein besten Wünsche, dass Du Deinen Weg gehen kannst. Liebe Grüße Rina

  • Liebe jump,

    Mir tut es auch sehr leid zu lesen das er so schnell wieder rückfällig wurde. Ich hatte auch für euch gehofft...

    Und da ist sie wieder... Die Spirale die immer weiter nach unten führt. Und egal, mit wie wenig man sich versucht zufrieden zu geben, es ist noch zu viel erwartet.

    Selbst bei einem schlechten Ist-Zustand kann man sich nicht mal darauf einstellen, dass er wenigstens stabil ist.

    Ich denke auch, dass ist vielleicht gut das es so gekommen ist. Keine Wochen oder Monate voller kleinen schönen Momenten, nur im wieder halbwegs genug Energie zu sammeln um sich wieder mit auf den Weg bergab zu machen. Es ist einfach ausgeblieben und die Realität steht jetzt an der Tür und lässt keinen Platz für Zweifel oder falsche Hoffnung..

    Aber du hast deine eigene Wohnung und kannst dich sicher dort viel besser als bei ihm auf dich konzentrieren ..

  • Liebe Jump,

    mir tut es unsagbar leid. Ich kann mir vorstellen wie schmerzhaft die Enttäuschung ist, nachdem du wieder Hoffnung gefasst hast.

    Ich glaube es gibt hier im Forum auch so eine Art Empfehlung, dass ein Jahr Trockenheit Grundvoraussetzung ist, dass man hoffen kann, dass es so bleibt. Schlimm genug, dass du trotzdem diese Erfahrung machen musstest.

    Wie stellst du dich jetzt auf?

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