Ich schaue es mir an, wenn ich davon erfahre, so wie hier von Stromer.
Heute spiegelt sich meine Haltung und mein Wissen über die Sucht an dem Beitrag und ich habe meine Meinung dazu.
Ich kann es bewerten.
Gerade am Anfang sind viele Fragen ungeklärt, z.B. was passiert denn, wenn ich doch wieder ein Glas trinke, kann doch nicht so schlimm sein.
Der Klassiker des Suchthirns. Da waren dann die Gedankenschleifen und wenn ich alles zusammennehme, inklusive der Rückfälle, die in diesem Forum passiert sind, ist die Antwort klar. Ich muss es einfach glauben.
Wenn ich es nicht glaube hab ich 3 Möglichkeiten. Erstens, ich glaube es doch. Zweitens, ich ergründe, warum das so ist. Drittens, ich fang wieder an zu saufen.
Um das Glauben zu untermauern, habe ich viel gelesen, gehört und gesehen. Damit reifte die Erkenntnis, dass es so ist, ob ich es glaube oder nicht, dass Alkohol in keinem Fall eine Option ist.
Dieser Kurzbeitrag hätte mich in meiner nassen Zeit nicht erreicht, weil ich alle möglichen Argumente gehabt hätte, warum das auf mich nicht zutrifft und später, weil ich mir soetwas nicht mehr angeschaut habe. Es könnte ja doch was dran sein und das wollte ich mir nicht antun.
Alkoholiker sind auch nicht die Zielgruppe von solchen Dokus.
Und genau das habe ich in dem Beitrag vermisst, dass klar gesagt wird, dass bestimmte Herangehensweisen für Alkoholiker nicht zielführend sind, weil es bereits zu spät ist.
Bei Menschen, die sich offen und selbstritisch hinterfragen, kann so ein Beitrag etwas auslösen. Wenn nur einer dadurch ins Handeln kommt und vor der Sucht bewahrt wird, war es das schon wert.