Abstinenzler - Für mich gibt es nur einen Weg- Die Abstinenz

  • Wie bei mir: Durch verheimlichen, rumdrucksen, lügen wird man nicht endlich gesund, trocken, frei, glücklich. Man muss sich öffnen

    Das coole ist, wenn man trocken ist ist man sogar im Vorteil zu den normalos. Man konsumiert GARKEIN Gift.

    Sogar die normalos beneiden einen wenn man gar nichts trinkt.

    Hallo Absti,

    ich hab das mal in Deinem Faden rübergeholt.
    Mir ist beim Lesen aufgefallen, dass Du sehr oft „ man“ schreibst.
    Du kannst natürlich gern schreiben, wie Du möchtest.
    Ich frage mich nur, wer denn „ man“ ist.
    Versuche doch mal die Sätze mit „Ich“ umzuformulieren.
    Ich finde, das hat eine viel kräftigere Aussage, „ich“ bin mehr bei mir.

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Nach Wochen mal wieder richtig fiese Saufgedanken:

    20 Tage erkältet. Stimmung teilweise im Keller. Ich hatte Abends um 18 Uhr einen Arzt Termin in der Stadt. Meine alte Sauf Uhrzeit, Abends. Und dann noch die Stadt. Und 10 Km erkältet Radfahren, anders ging es nicht. 4 Monate auf Termin gewartet..

    In meinem Kopf:

    Es könnte schön gesoffen werden, ist eh alles scheiße. Dann geht es dir mal wieder gut.Viel Dopamin und gute Laune. Abenteuer.Ist doch so gemütlich in der Stadt mit Rad und Alk. Und Vapen dazu. Ganz starke Dosis.

    Habe doch aufgehört und so stolz und froh beides nicht mehr zu machen? Bei meiner Erkältung? Wieder alles kaputt machen? Der Magen? Etc.?

    Kommt immer so gemütlich und toll um die Ecke.

    Nein, Nein, Nein!! Bankkarte zu Hause gelassen, Bonbons, Kaugummis eingepackt. Termin gemacht, nach Hause geflitzt. Völlig fertig. Sofa, geschafft.

    Obwohl es immer der gleiche Suchtablauf ist, immer wieder erstaunlich und erschreckend.

    Ich denke super, bin mega stabil. Fehlanzeige- geht es mir schlecht, ist das Saufhirn zur Stelle und sagt: ich hab hier was, dann gehts dir besser.

    Nein, 1000x schlechter.

    Stimmung irgendwie depri. Herbst bist du das noch dazu?

    Heute trinke ich nicht

  • Nein, Nein, Nein!! Bankkarte zu Hause gelassen, Bonbons, Kaugummis eingepackt. Termin gemacht, nach Hause geflitzt. Völlig fertig. Sofa, geschafft.

    Moin Absti,

    Du hast die Situation wieder gut gemeistert, auch wenn Deine Gedanken noch oft vom Suchthirn überlagert werden. Bleibe "stark" und glaube an Deinen gewählten Weg.

    Ich wünsche Dir weiterhin gute Besserung. Der Herbst wird auf jeden Fall nicht schuld sein wenn Du Dich vom Saufhirn überlisten lässt. Der Herbst ist doch schön und auch schön bunt.

    LG

    Bibi

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

    Trocken seit 11.07.2025

  • Guten Morgen,

    Ich denke super, bin mega stabil. Fehlanzeige- geht es mir schlecht, ist das Saufhirn zur Stelle

    aaaaber: Die Abstände werden immer größer, oder?

    Jetzt kommt der Herbst, der Winter, das erste volle trockene Jahr.

    Die Erfahrung zeigt, dass eine Zeit kommt, in der miese Stimmung oder Ähnliches überhaupt keine Gedanken an Alkohol mehr auslösen.

    Gute Besserung wünsche ich dir, und dass du gute Ideen hast, wie du es dir jetzt, die nächsten Tage, gut gehen lassen und für dich sorgen kannst.

    Viele Grüße

    Thalia

  • Das hast Du gut gemacht Absti, dass Du Deine Karte und Geld zu Hause gelassen hast. Mensch, Deine „Erkältung“ (?) zieht sich aber lange… Ich hoffe, dass es Dir bald besser geht.

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Es könnte schön gesoffen werden, ist eh alles scheiße. Dann geht es dir mal wieder gut.Viel Dopamin und gute Laune. Abenteuer.Ist doch so gemütlich in der Stadt mit Rad und Alk. Und Vapen dazu. Ganz starke Dosis.

    Hallo Abstinenzler,

    da ist der Dialog mit deiner Suchtstimme ja schon richtig in Fahrt gekommen und hat schon einige „Argumente“ pro Saufen geliefert.

    Das die Argumente irrational sind, steht auf einer anderen Karte, aber es gibt Stimmungen oder besser gesagt Situationen (jedenfalls bei mir) da bin ich dann empfänglicher für solcherlei Geschwätz.

    Deshalb meine Devise: überhaupt nicht darauf eingehen, eine Diskussion mit der Suchtstimme kann nur nach hinten losgehen, wenn ich sie labern lasse, hat sie mich irgendwann.

    Und wenn die Stimmung jetzt mies ist, dann ist das eben so, wäre alles immer nur toll, würdest du die guten Momente vielleicht gar nicht zu schätzen wissen.

    Jedenfalls wird alles nur noch viel mieser, wenn Alk wieder ins Spiel kommt, aber das muss ich dir nicht sagen, das weißt du selber (ich hab’s dir trotzdem nochmal gesagt, einfach dass es in Erinnerung bleibt 😉).

    Grüße KW

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

    Einmal editiert, zuletzt von Kurswechsel (11. September 2026 um 09:51)

  • Immer, wenn ich so etwas lese, wird mir bewusst, dass ich nie mit meiner "Suchtstimme" diskutiert habe bzw. ich habe gar nie mit ihr kommuniziert. Das ist mir auch so ein abstrakter Begriff wie Suchthirn. Ich hab EIN Hirn und ich hab EINE Stimme - beides meine. Das ist so personifizierend, als wär das was, das mir was Böses will und ich muss mich dem stellen. Aber das sind nur Begrifflichkeiten und auch nur meine Gedanken dazu und vielleicht fällt es dem einen oder anderen leichter, dann mit Suchtdruck umzugehen.

    Grüße und gute Besserung!

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Echt jetzt? Ist "Schönsaufen immer noch Bestandteil deiner Denke?

    Für mich ist war das genau dieses "nasse Geschwätz" das die Suchtstimme bei Laune hält. Es verkauft nur den Anfang und verschweigt den Rest;)

    Gute Laune, Dopamin, Abenteuer, gemütlich. Klingt hübsch. Die Realität kommt aber spätestens, wenn die Promille wieder fallen.

    Dann ist die Erkältung noch da, der Magen auch, die Probleme sowieso. Und wie du selbst aus deiner Biografie weißt, kommen meistens noch ein paar neue dazu.;)

    Schönsaufen gibt es einfach nicht. Es knockt die Realität kurz aus – und wenn du wieder aufstehst, sind die Wunder immer noch nicht da.

    Mein Tipp: Hau dir solche nassen Gedanken aus dem Kopf. Je weniger davon drin sind, desto weniger Angriffsfläche hat die Sucht.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Das ist mir auch so ein abstrakter Begriff wie Suchthirn. Ich hab EIN Hirn und ich hab EINE Stimme - beides meine.

    Da gebe ich dir recht, das ist ein Konzept aus der Suchttherapie. Und es hat mir am Anfang sehr geholfen meine suchtbezogenen Gedanken wie „Heute war es so anstrengend , jetzt nur ein Bier!“ nicht mit meinem eigentlichen Willen zu verwechseln.

    Statt einem: „Ich will jetzt saufen!“ wird dann „Ahh da ist die Suchtstimme, die mich jetzt wieder einlullen will.“ Diese Distanz war und ist sehr hilfreich für mich, dadurch fiel es mir auch leichter, bestimmte Muster bei mir zu erkennen..

    Es ist letztlich auch nur ein (Sauf-)Gedanke, der irgendwann wieder verschwindet. Und ich distanziere mich mit der Bezeichnung „Suchtstimme“ somit von diesem Gedanken.

    Das gehört zu meinem Weg, ich kann nur meine eigenen Erfahrungen weitergeben und ich bin damit bisher sehr gut gefahren.

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Seit ich begriffen habe, dass das erste Bier spätestens nach wenigen Tagen im Vollrausch endet, hatte ich solche Gedanken nicht mehr.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Du hast die Situation wieder gut gemeistert, auch wenn Deine Gedanken noch oft vom Suchthirn überlagert werden.

    Nein, es ist nur noch sehr selten, was Hammer ist:)

    Der Herbst wird auf jeden Fall nicht schuld sein wenn Du Dich vom Saufhirn überlisten lässt. Der Herbst ist doch schön und auch schön bunt.

    Der Herbst ist nicht Schuld. Mir fehlt die Sonne für die gute Stimmung. Ich mag den Herbst ansonsten.

    aaaaber: Die Abstände werden immer größer, oder?

    Ja, auf jeden Fall. Das ist auch fantastisch

    Jetzt kommt der Herbst, der Winter, das erste volle trockene Jahr.

    Danach. Ja, das wäre doch mega:)

    Deshalb meine Devise: überhaupt nicht darauf eingehen, eine Diskussion mit der Suchtstimme kann nur nach hinten losgehen, wenn ich sie labern lasse, hat sie mich irgendwann

    Irgendwie checke ich das wenn es mir schlecht geht garnicht. Ich gehe drauf ein, bestimmt weil es mir so schlecht geht und jeder Strohhalm wird gegriffen. Ich hasse es wie die Pest wenn es mir schlecht geht.

    Das ist so personifizierend, als wär das was, das mir was Böses will und ich muss mich dem stellen.

    Da es IMMER Scheiße ist zu Saufen ist es etwas Böses für mich- Das schlimmste was mir passieren kann. Ich muss mich dem stellen. Sonst gibt es nur noch Ja o.k. ich fahre saufen

    Echt jetzt? Ist "Schönsaufen immer noch Bestandteil deiner Denke?

    Leider ja. Sonst würde ich es nicht schreiben. Das was mir an diesem Abend in dem Kopf rumschwirrte

    Für mich ist war das genau dieses "nasse Geschwätz" das die Suchtstimme bei Laune hält. Es verkauft nur den Anfang und verschweigt den Rest ;)

    Exakt auf den Punkt gebracht. Den Rest muss ich verkaufen. Leider bin ich drauf eingegangen in meiner schlechten Situation.

    Gute Laune, Dopamin, Abenteuer, gemütlich. Klingt hübsch. Die Realität kommt aber spätestens, wenn die Promille wieder fallen.

    Dann ist die Erkältung noch da, der Magen auch, die Probleme sowieso. Und wie du selbst aus deiner Biografie weißt, kommen meistens noch ein paar neue dazu. ;)

    Schönsaufen gibt es einfach nicht. Es knockt die Realität kurz aus – und wenn du wieder aufstehst, sind die Wunder immer noch nicht da.

    Mein Tipp: Hau dir solche nassen Gedanken aus dem Kopf. Je weniger davon drin sind, desto weniger Angriffsfläche hat die Sucht.

    Genau. Es ist immer das selbe schönreden. Ich weiß das es absolute Katastrophe ist

    statt einem: „Ich will jetzt saufen!“ wird dann „Ahh da ist die Suchtstimme, die mich jetzt wieder einlullen will.“ Diese Distanz war und ist sehr hilfreich für mich, dadurch fiel es mir auch leichter, bestimmte Muster bei mir zu erkennen..

    Mir auch

    Heute trinke ich nicht

  • Bin fast wieder gesund. Achso, sowas ist aber sehr selten geworden. Die meiste Zeit wohl 99 Prozent oder mehr ist nichts mit Saufgedanken oder Verlangen. War eine Hochrisikosituation, habe sie gemeistert und freue mich das ich trocken bin.

    Heute trinke ich nicht

  • Die meiste Zeit wohl 99 Prozent oder mehr ist nichts mit Saufgedanken oder Verlangen.

    Gut, dass du dich hier mitgeteilt hast, Abstinenzler.

    Und gut auch, dass du dir und dem Forum gegenüber so ehrlich warst, den gefühlten Verzicht und das „Schönreden“ gegenüber diesen verd….. Gift zu thematisieren.

    Ich hatte auch lange Zeit Verzichtsgedanken aber aus Scham vor dem vermeintlichen „Gegenwind“ hier habe ich das irgendwann nicht mehr thematisiert.

    Das war dumm, denn jetzt weiß ich, dass ich nur für mich und meine Selbsthilfe hier bin.

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Guten Morgen, ich versteh, was du meinst.

    Ich meine das so, dass ich immer noch im Kampfmodus wäre, wenn ich mich dem "Bösen" ständig "stellen" müsste. Mir ist klar, dass die Suchtkrankheit immer da sein und mich den Rest meines Leben begleiten wird. Aber ich muss nicht mehr dagegen kämpfen. Dann wär das wie eine Gewitterwolke, die mich ständig verfolgt. Das würde ihr zu viel Macht einräumen, weil ich ständig mit einem Angriff rechnen würde.

    Auf dass du schnell wieder ganz gesund wirst und gut, dass du dich hier mitgeteilt hast!

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

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